Rogan auch im Kraul stark

28. November 2005, 16:19
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Beim Ströck-Qualifying gegen Spezialisten klarer Sieg über 400 Meter und EM-Limit - Kein weiterer OSV-Teilnehmer für Triest

Wien - Der österreichische Schwimm-Verband (OSV) wird acht Aktive für die Schwimm-Europameisterschafen auf der Kurzbahn vom 8. bis 11. Dezember in Triest melden. Zum Abschluss des Ströck-Qualifyings in der Wiener Stadthalle kam niemand mehr zum Aufgebot dazu, Stefan Wipplinger und Thomas Narnhofer verpassten die Norm nur um Hundertstel. Für den Höhepunkt der Finalläufe sorgte aber wieder einmal Markus Rogan.

Rogan demütigt Spezalisten

Der Rücken-Europarekordler versuchte sich diesmal über die für ihn ungewohnten 400 m Kraul und ließ dabei die Spezialisten um Sekunden hinter sich. In 3:48,46 Minuten hatte er mehr als zwei Sekunden Vorsprung und resümierte danach zufrieden: "Das war ein guter Ausdauertest. Für die 200 m Kraul bei der EM schaut es ganz gut aus." Diese Strecke wird Rogan in Triest neben seinen favorisierten 100 und 200 m Rücken im Programm haben.

Coach Robert Michlmayr ist sich sicher, dass auch der österreichische Rekord über die 400 m Kraul (3:45,92) für Rogan kein Problem wäre: "Wenn er rasiert ist und mehr Konkurrenz hat, hätte er den sicher." Stark präsentierte sich auch David Brandl als Dritter, der 18-Jährige verbesserte seinen Junioren-Rekord in 3:51,92 um mehr als vier Sekunden. Auch der ein Jahr jüngere Florian Janistyn als Vierter in 3:53,61 pulverisierte seine Bestleistung.

Limits von Dittrich und Jukic

Ehrensache, dass Rogans Marke EM-Limit bedeutete. Ebenfalls unter der Norm blieben Nina Dittrich als Siegerin über 200 m Delfin in 2:14,45 und Mirna Jukic sowohl im Brust-Sprint in 32,08 als auch über 100 m Lagen in 1:03,37. Die 19-Jährige blieb damit in jedem ihrer vier Rennen unter der EM-Norm. Über die kurze Lagen-Strecke blieb in 1:03,95 überraschend auch Marilies Demal unter der Vorgabe, sie hatte das Triest-Ticket aber ebenfalls schon.

Fabienne Nadarajah gewann über 50 m Kraul in 25,58 Sekunden. "Es ging ganz gut", meinte sie wegen ihrer verletzten Schulter. Am Samstag hatte die 20-Jährige über 50 m Delfin deswegen pausiert. "Wegen der EM müssen wir jetzt noch abwarten." Michlmayr hat sie jedenfalls genannt und ist optimistisch, dass die Schmerzen in den verbleibenden eineinhalb Wochen bis zum ersten Kurzbahn-Höhepunkt dieser Saison abklingen.

Pech für Aspiranten im Brust-Sprint

Wipplinger und Narnhofer hatten im Brust-Sprint wirklich Pech. Wipplinger verpasste die EM-Nachwuchsnorm am Vormittag um nur 2/100, am Nachmittag dann um zwei Zehntel. Thomas Narnhofer schaffte die reguläre Norm im Finale um 3/100 nicht. Auch Oliver Schmich hatte sich über 100 m Lagen noch Hoffnungen gemacht, der Trainingsrückstand wegen seines eben erst abgeschlossenen Studiums ist aber doch zu groß. (APA)

Die acht österreichischen EM-Teilnehmer und ihre Strecken in Triest:

Damen (5):

  • Marilies Demal (SV Schwechat) 50 m Delfin, 50 m Rücken;
  • Fabienne Nadarajah (SV Schwechat) 50 m Delfin, 50 m Rücken, 50 m Kraul
  • Birgit Koschischek (ASV Wien): 100 und 200 m Kraul, 100 m Delfin
  • Nina Dittrich (SVS Simmering): 100, 200 und 400 m Lagen, 100 m Brust, 200 m Delfin
  • Mirna Jukic (SC Austria Wien): 50, 100 und 200 m Brust, 200 m Lagen (eventuell 100 m Lagen) Herren (3):
  • David Brandl (1. Perger SV): 100, 200 und 400 m Kraul
  • Markus Rogan (SV Schwechat): 100 und 200 m Rücken, 200 m Kraul
  • Maxim Podoprigora (SC Austria Wien): 50, 100 und 200 m Brust

    Bereits für die WM in Shanghai (5.-9. April) qualifiziert: Demal, Nadarajah, Jukic, Rogan

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