China: Vogelgrippe weitet sich aus

28. November 2005, 15:27
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H5N1-Erreger bei verendetem Geflügel in der Inneren Mongolei festgestellt

Peking - Die chinesische Regierung hat am Samstag einen weiteren Ausbruch der Vogelgrippe bestätigt. Nach Angaben des Landwirtschaftsministerium wurde der auch für Menschen gefährliche H5N1-Erreger bei verendetem Geflügel in der Inneren Mongolei festgestellt. Es handelt sich um den 23. Ausbruch der Geflügelseuche in China seit Oktober. Außerdem erkrankten drei Menschen an der Vogelgrippe. Zwei Bäuerinnen starben.

Über 16.000 Vögel getötet

Experten bestätigten das H5N1-Virus, nachdem 246 Vögel nahe der mongolischen Stadt Zalantun verendet waren, erklärte das Ministerium. Daraufhin seien auf Geflügelfarmen rund drei Kilometer um das betroffenen Gebiet mehr als 16.000 Vögel vernichtet worden. Spezialisten der Welt Gesundheitsorganisation (WHO) wollen in der kommenden Woche in die Provinz Anhui reisen, wo zwei Frauen nach dem Kontakt mit infiziertem Geflügel starben.

Ein Sprecher des Gesundheitsministerium versicherte am Freitag, China berichte der WHO regelmäßig über Fälle von Vogelgrippe und habe die Informationen auch sofort an die Öffentlichkeit weitergegeben. Vorwürfe, dass das Land möglicherweise Informationen über eine größere Zahl von Erkrankten zurückhalte, entbehrten jeder Grundlage, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua den Sprecher.

Informationskampagne

Chinesische Landwirtschafts- und Gesundheitsbehörden haben inzwischen zusammen mit dem Fernsehen eine Informationskampagne gestartet und Anzeigen in Zeitungen geschaltet. Darin wird zu Vorsicht und gründlicher Hygiene bei der Haltung und Schlachtung von Geflügel aufgefordert.

Gesundheitsexperten in aller Welt befürchten, dass das Vogelgrippe-Virus mutieren und sich dann auch von Mensch zu Mensch verbreiten könnte. In einem solchen Fall droht eine weltweite Verbreitung der Krankheit, bei der Millionen sterben könnten. (APA/dpa)

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