Südafrikas Regierung erwägt Militäreinsatz wegen Überfällen

2. Dezember 2005, 16:58
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Sechs Tote und 30 Verletzte seit Anfang November

Johannesburg - Nach einer Welle brutaler Überfälle auf Geldtransporte und Geschäfte erwägt Südafrikas Regierung nach Rundfunkberichten den Einsatz des Militärs. Es könnte gefährdete Regionen absichern helfen, berichtete der Rundfunksender SAFM am Samstag. Seit Anfang November gab es - überwiegend in Johannesburg - 31 Überfälle mit sechs Toten und 30 Verletzten. "Südafrika - und Johannesburg im Besonderen - lebt im Belagerungszustand", schrieb am Samstag der "Saturday Star", der von einem "schwarzen November" spricht.

Das Blatt zitiert Sicherheitsexperten, wonach die Zahl der gewalttätigen Überfälle dieses Jahr den Rekordwert von 400 erreichen könnte. Die Überfälle hätten sich in die bisher als relativ sicher geglaubten Einkaufszentren verlagert. Dadurch sei die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Unbeteiligte von Schüssen getroffen würden, berichtete die Zeitung "Saturday Star". Erst am Freitag hatten Unbekannte neben einem Johannesburger Einkaufszentrum aus militärischen Sturmgewehren Polizisten unter Feuer genommen, die sie kontrollieren wollten. Ein Polizist starb, ein weiterer wurde schwer verletzt. (APA/dpa)

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