"USA haben Pflicht, Antworten zu geben"

29. November 2005, 13:05
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Human Rights Watch fordert mehr Engagement Europas

Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat eine aktivere Rolle der europäischen Regierungen bei der Aufklärung der Vorwürfe zu mutmaßlichen geheimen Gefangenentransporte der USA in Europa gefordert. Die Europäer könnten sich nicht darauf zurückziehen, dass es sich dabei nicht um ihre Angelegenheiten handele, sagte HRW-Direktor Steve Crawshaw am Samstag dem Deutschlandradio Kultur.

Pflicht

Der HRW-Direktor erklärte, es gebe deutliche Hinweise auf geheime Gefangenenlager in Polen und Rumänien. Die USA hätten bisher auch kaum geleugnet, dass es geheime Lager gebe. Wo sich die Gefangenen befinden, würden sie dagegen nicht sagen: "Das sind ganz wichtige Fragen und Amerika hat die Pflicht, Antworten auf diese Fragen zu geben." Auch der Ermittler des Europarats, Dick Marty, müsse den Regierungen Fragen stellen, betonte Crawshaw: "Da sind Regierungen, die wissen genau, was passiert ist."

Der Europarat hat nach Gerüchten über Häftlingstransporte und geheime CIA-Gefängnisse für Terrorverdächtige in Europa kürzlich eine formelle Untersuchung eingeleitet. (APA/Reuters)

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