Zeitgenössische Kunstprojekte zum Festival "Dialoge"

2. Dezember 2005, 12:16
posten

Werke für Salzburg von Sylvie Fleury, Lawrence Weiner und Jack Pierson ab Samstag zu sehen

Salzburg - Zeitgenössische Kunstprojekte parallel zum Musikfestival "Dialoge" präsentiert die Internationale Stiftung Mozarteum (ISM) in Zusammenarbeit mit dem Museum der Moderne Salzburg und der Galerie Thaddaeus Ropac Salzburg/Paris. Den Auftakt der Dialoge-Kunstprojekte machen ab Samstag die drei Künstler Sylvie Fleury, Lawrence Weiner und Jack Pierson, die sich mit der Stadt Salzburg und dem Thema "Mozart" auseinandersetzten und deren Werke für Salzburg heute, Freitag, bei einem Preview vorgestellt wurden.

Die von der Internationalen Stiftung Mozarteum ins Leben gerufene Reihe "Dialoge" nähert sich der Person Wolfgang Amadeus Mozart über vier Lebensmotive, die die Person und das Werk des Komponisten beeinflusst haben: Religion, Spiel, Liebe und Tod heißen die vier Themenblöcke, in denen sich zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz und Literatur in eigenen Werken dem Wirken Mozarts widmen. Beim Dialoge-Kunstprojekt. werden internationale zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit Arbeiten gezeigt, die speziell für das Mozart-Jahr 2006 entstanden sind.

Ab 26. November 2005 werden im Tanzmeistersaal in Mozarts Wohnhaus, am Museum der Moderne und in der Galerie Ropac Arbeiten von Lawrence Weiner, Sylvie Fleury und Jack Pierson gezeigt. Weitere Einzelausstellungen von Bernhard Martin, Lisa Ruyter, Elger Esser und Arnulf Rainer zu den Themen Religion, Spiel, Liebe und Tod werden im Laufe des Mozart-Jahres folgen.

Lawrence Weiner gilt als der Vater der Konzeptkunst. Weiner hat für die Fassade des Museums der Moderne Salzburg eine monumentale, aus Buchstaben und Symbolen bestehende, Installation geschaffen, die in der Tradition seines offenen Werkbegriffs steht.

Fleury lebt und arbeitet in Genf. Für die Fassaden des Mozarteums und des Mozart Wohnhauses hat Sylvie Fleury auf Handschriften Mozarts basierende Neonschriften geschaffen, die in Warholscher Reihung den für Mozart und ebenso für Fleurys Werk typischen Satz "Ich möchte alles haben, was gut, ächt und schön ist" wiederholt.

Pierson, der in New York lebt, wurde hauptsächlich durch seine einfühlsamen, psychologischen Fotografien von Menschen sowie durch seine melancholischen Landschaftdarstellungen und Stilleben bekannt. Zum Thema Religion, einer Kategorie aus der Reihe Dialoge, schuf Pierson eine Reihe von eindrucksvollen Wordpieces, die in den Dialog mit historischen Alltagsgegenständen Mozarts treten. (APA)

Share if you care.