Süßigkeiten werden frühestens 2010 billiger

8. Dezember 2005, 18:33
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Kaubonbons womöglich bis zu zehn Prozent günstiger - Einsparungen bei Schokolade im Cent-Bereich

Bonn - Naschkatzen müssen auch nach dem Beschluss der EU-Zuckermarktreform noch ein paar Jahre warten, bis sie günstiger an Süßigkeiten kommen. Ab dem Jahr 2010 dürften die Preise für Schokolade, Gummibärchen oder Softdrinks aber fallen, schätzten der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie und das Infozentrum Zuckerverwender am Freitag.

"Die Verbraucher müssen noch warten, bevor zuckerhaltige Waren in ihren Preisen sinken können", sagte BDSI-Sprecher Torben Erbrath. Erst wenn 2009 die Reform vollkommen in Kraft getreten sei und der Garantiepreis für Weißzucker dann um 36 Prozent niedriger liege, könnten die Hersteller niedrigere Ausgaben einkalkulieren. Ab 2010 könnten sich diese dann bei den Preisen der Süßwaren niederschlagen.

Das Infozentrum Zuckerverwender geht heute davon aus, dass auf Grund des Preisdrucks im Handel die Einsparmöglichkeiten auch weitestgehend an die Verbraucher weitergegeben werden. "Der Wettbewerbsdruck dort ist sehr hoch", sagte ein Sprecher des Branchenverbands, der unter anderem Hersteller alkoholfreier Getränke und der Süßwarenindustrie vertritt.

Bis zu zehn Prozent billiger

Für die Käufer von Schokolade, Fruchtgummis, Bonbons, Erfrischungsgetränken oder Marmeladen können sich die Sparmöglichkeiten auf bis zu zehn Prozent des Verkaufspreises läppern.

Am geringsten ist das Einsparpotenzial bei Schokolade: Da vom Verkaufspreis laut Informationszentrum nur zehn Prozent vom Zuckerpreis abhängen, macht dies bei einer durchschnittlichen Tafel zu 70 Cent gerade mal 2,5 Cent aus. Ähnlich hoch liegt der Spielraum bei Erfrischungsgetränken.

Mit einem Anteil des Zuckerpreises am Verkaufspreis von 15 Prozent könnten Fruchtgummis gut fünf Prozent günstiger werden, wenn die Hersteller die Einsparmöglichkeiten vollständig weiterreichen. Am meisten Spielraum gibt es bei Kaubonbons, deren Verkaufspreis zu 35 Prozent vom Zucker abhängt: Diese könnten dann um etwa zehn Prozent billiger werden. (APA/AFP)

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