Schweizer Regierung will Swisscom-Zukauf in Irland blockieren

2. Dezember 2005, 13:19
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Risiko für Großakquisitionen im Ausland "zu groß"

Die Schweizer Regierung blockiert Zukaufspläne des Telekomkonzerns Swisscom in Irland und womöglich auch in Dänemark. Solange der Schweizer Staat Hauptaktionär bei der Swisscom ist, will die Regierung gegen große Übernahmen durch den Konzern im Ausland ihr Veto einlegen. Das sagte der Sprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements, Dieter Leutwyler, am Freitag.

Der Regierung sei das mit solchen Vorhaben verbundene unternehmerische Risiko zu groß, erklärte Leutwyler.

Swisscom hat mit der irischen Eircom über eine Übernahme gesprochen und ist Spekulationen zufolge auch an einer Übernahme oder Beteiligung an der dänischen TDC interessiert. Der Bund hält 66 Prozent an Swisscom, will aber mittelfristig beim Schweizer Telekomkonzern aussteigen.

Seit langem wird die Swisscom auch als möglicher Käufer für den letzten Staatsanteil Österreichs an der Telekom Austria genannt, einmal war die Übernahme bereits im letzten Moment wegen eines Rückziehers Österreichs gescheitert.(APA/Reuters)

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