Schutz für den Gemeinen Delfin im Mittelmeer

2. Dezember 2005, 17:52
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Die zunehmend verschwindende Tierart erhält nun den höchsten Schutzstatus - Konferenz in Nairobi

Nairobi/Hamburg - Der Gemeine Delfin wird im Mittelmeer künftig stärker geschützt. Darauf haben sich die Vertragsstaaten der Konvention zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) geeinigt, wie die Gesellschaft zum Schutz der Wale und Delfine (WDCS) in Nairobi berichtete. Dort ging am Freitag die diesjährige CMS-Konferenz zu Ende.

Der Gemeine oder Gewöhnliche Delfin sei in Anhang I des UN-Abkommens aufgenommen worden, teilte die WDCS weiter mit, die zu Beginn der Konferenz den Partnerschaftsstatus der so genannten Bonner Konvention erhalten hatte. Damit genießt der Gemeine Delfin im Mittelmeer den höchsten Schutzstatus.

"Signal"

"Wir sind sehr erfreut über diese Entscheidung. Sie ist ein Signal für alle Mittelmeer-Anrainerstaaten, dringende Maßnahmen umzusetzen, um ein Verschwinden der Gemeinen Delfine in dieser Region zu verhindern", sagte Nicolas Entrup von WDCS. "Wir hoffen nun auf die schnelle Umsetzung eines Schutzmaßnahmenplans."

Der Gemeine Delfin gilt im Mittelmeer als stark gefährdet. In der Adria ist diese Delfinart bereits verschwunden und im Ionischen Meer nur noch selten anzutreffen. Im westlichen Teil des Mittelmeeres verursacht der fortwährende illegale Einsatz von Treibnetzen nach WDCS-Angaben jährlich den Tod hunderter Delfine. Früher war der Gemeine Delfin eine der häufigsten Arten im Mittelmeer. (APA/dpa)

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    Künftig soll der Gemeine Delfin im Mittelmeer verstärkt geschützt werden.

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