Salzburg führt Kollektivvertrag für Soziale Dienste ein

8. Dezember 2005, 18:41
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Kosten dafür betragen knapp zwei Millionen Euro und bringen mehr Recht und Sicherheit und finanzielle Verbesserung für knapp 3.000 Beschäftigte

Salzburg - Dass trotz knapper Finanzen das Budget eine entschieden soziale Handschrift trage, beweise einer der Schwerpunkte, der im Sozialbudget gesetzt werden konnte: Ein Mindestlohn/Kollektivvertrag für elf Betriebe im Sozialbereich. Die Kosten dafür betragen knapp zwei Millionen Euro und bringen mehr Recht und Sicherheit sowie eine finanzielle Verbesserung für knapp 3.000 Beschäftigte, teilte Soziallandesrat Erwin Buchinger (S) heute, Freitag, bei einem Pressegespräch mit.

Den Trägervereinen wird freigestellt, ob sie den Kollektivvertrag oder den Mindestlohntarif umsetzen. Zurzeit haben elf große Trägervereine den Kollektivvertrag umgesetzt, der Rest der Vereine bleibt beim Mindestlohntarif, einige große Träger (Caritas, Rotes Kreuz, Diakonie) haben eigene Kollektivverträge.

Neben dem Mindestlohn/KV wird den Vereinen zum Beispiel ab 1. Jänner 2006 auch die Möglichkeit geboten, dreijährige Rahmenverträge mit dem Land zu schließen. "Die Vereine haben oft darüber geklagt, dass sie erhebliches unternehmerisches Risiko tragen müssen, wir honorieren das und schaffen mit den Rahmenverträgen berechenbare und zuverlässige Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Vereine wirtschaften können", betonte Buchinger. (APA)

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