Chinesische Behörden unter Druck

29. November 2005, 11:48
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Wasserversorgung vermutlich erst in der kommenden Woche wiederhergestellt

Harbin - Angesichts der Verseuchung des chinesischen Flusses Songhua geraten die Behörden immer mehr unter Druck. Die verantwortliche Ölfirma CNPC entschuldigte sich am Freitag bei den fast vier Millionen betroffenen Menschen in der Stadt Harbin, die seit Dienstag ohne fließendes Wasser auskommen müssen. Die Wasserversorgung könne vermutlich nicht wie geplant am Samstag wiederhergestellt werden, erklärte die Kommunistische Partei in Harbin. Dieser Schritt müsse wohl auf Montag verschoben werden.

Nach der Explosion am 13. November war tonnenweise Benzol in den Fluss gelaufen. Am Donnerstag hatte ein 80 Kilometer langer Benzol-Teppich die im äußersten Nordosten liegende Stadt Harbin erreicht.

Das staatliche Fernsehen berichtete, zur Säuberung des Flusses solle jetzt Aktivkohle eingesetzt werden. Damit die Menschen dort nicht mit dem Krebs erregenden Stoff in Berührung kamen, hatten die Behörden das fließende Wasser abgestellt, die Menschen aber zunächst nicht über das Unglück informiert.

Preise für Mineralwasser eingefroren

Die Behörden organisierten Wasser-Lieferungen nach Harbin und froren die Preise für Mineralwasser ein. Die Stadt kündigte den Bau von 100 neuen Brunnen an. (APA)

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