Fast gedacht: Achterbahnen bei Herzproblemen meiden

2. Dezember 2005, 17:30
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Studie: Aufregung während und nach der Fahrt beschleunigt Puls und kann zu Infarkt führen

Mannheim - Menschen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder einem Schrittmacher sollten Achterbahnen meiden. Die Aufregung während und nach der Fahrt beschleunigt laut einer Studie der Universität Mannheim den Puls beträchtlich und kann zu Unregelmäßigkeiten des Rhythmus' und letztlich zu einem Infarkt führen. In der Studie hatte die Fahrt bei fast jedem zweiten der jungen und gesunden Teilnehmer Sinus-Arrhythmien zur Folge, die noch bis zu fünf Minuten nach Fahrtende andauerten.

Die Mediziner der Mannheimer Uniklinik schickten im Freizeitpark Hassloch 55 gesunde Frauen und Männer mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren auf die Achterbahn. Puls und Herzrhythmus wurden vor, während und nach der Fahrt aufgezeichnet. Die erhöhte Pulsfrequenz wurde dabei zur Überraschung der Forscher nicht durch die bei der Abfahrt einwirkenden starken Kräfte verursacht, sondern trat - ausgelöst durch psychischen Stress - schon während des langsamen Anstiegs auf. Auf Grund der erhöhten Infarktgefahr sollten die Betreiber von Achterbahnen tragbare Defibrillatoren zur Hand haben, empfahl Studienleiter Jürgen Kuschyk auf einer Fachtagung in den USA. (APA/AP)

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    Die erhöhte Pulsfrequenz tritt schon während des langsamen Anstiegs auf - deshalb Vorsicht bei schwachem Herz.

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