Stimmen: "Jetzt gilt es Geld aufstellen"

15. Oktober 2006, 19:07
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Michael Häupl (Wiener Bürgermeister, Vorsitzender Austria-Kuratorium, Vorsitzender Austria-Kommission): "Dass die durch den Magna-Ausstieg entstandene Lücke bei der Generalversammlung geschlossen wird, war unrealistisch. Das habe ich auch nicht erwartet. Die Aufgabe war, die Einheit der Austria wiederherzustellen. Und das ist gelungen. Jetzt gilt es das Geld aufzustellen. Der Streit bei der Austria ist beendet, wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um die finanzielle Zukunft des Klubs zu sichern."

Markus Kraetschmer (Austria-Manager): "Die Austria hat jetzt 19 Monate Zeit, um den Klub auf solide Beine zu stellen. Bis 30. Juni 2007 gibt es dank des Betriebsführungsvertrages eine gesunde wirtschaftliche Basis. 19 Monate klingt lange, ist aber in Wirtschaft und Fußball ein relativ kurzer Zeitraum. Auf uns wartet viel arbeitet, es muss rasch gehen, damit es auch für die Spieler schnell Klarheit für die Situation über 2007 hinaus gibt. Frank Stronach wird sicher nicht auf stur stellen. Er will der Austria nicht den Todesstoß versetzen, sondern ihr helfen. Er ist nicht interessiert, der Austria für die Zeit danach 26 linke Verteidiger oder Tormänner zur Verfügung zu stellen. Es wird eine einvernehmliche und vernünftige Lösung geben."

Helmut Denk (Mitglied Austria-Kuratorium, Mitglied Austria-Kommission): "Ich habe mich vom Kuratoriumsvorsitzenden Michael Häupl überzeugen lassen, dass mein starkes Engagement zur Hilfe der Austria leider missverstanden worden ist. Es ist in den vergangenen Wochen schwer gewesen, den goldenen Mittelweg zu finden. Deshalb mache ich einen Schritt zurück, um nun einen neuen Anlauf zu nehmen. Ich habe mit österreichischen und internationalen Unternehmen im Top-Bereich gesprochen und es wurden Zusicherungen gemacht. Aber ich habe mich im Sinne einer positiven Weiterarbeit der Kommission zum Stillschweigen verpflichtet."

Peter Langer (Austria-Präsident): "Nach Abschluss der Prüfung der Offerte wird es Anfang 2006 eine außerordentliche Generalversammlung geben. Helmut Denk ist eingeladen, uns mit seinen Mitstreitern sein Konzept vorzulegen. Wir müssen aber breit gestreut suchen. Alle Mitglieder und Sympathisanten der Austria sind aufgerufen, das Problem, dass sich für 1. Juli 2007 ankündigt, zu lösen. Wir müssen alle Ecken unseres Netzwerkes aktivieren."

Andreas Rudas (Austria-Vizepräsident, Magna-Konzernsprecher): "Es war sehr wichtig, dass die Austria in der Kuratoriumssitzung und der Generalversammlung erkannt hat, dass an einem Strang gezogen werden muss. Das Präsidium ist nun mehr gefordert als vorher, denn der automatische Geldhahn ist weg. Zudem wurde die unter dem Vorsitz von Bürgermeister Michael Häupl stehende Kommission gegründet. Diese wird prüfen, welche wirtschaftlichen Perspektiven da sind. Denn die Zukunft nach dem 30. Juni 2007 wird definitiv ohne Frank Stronach stattfinden. Offen ist nur, in welcher Form die Zusammenarbeit mit der Akademie in Hollabrunn und dem Amateur-Team weiterlaufen wird. Denn das ist Stronachs Herzblut. Plus das Stadionprojekt, das er unter gewissen Bedingungen weiterführen will."

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