Browser-Hersteller arbeiten gemeinsam an Sicherheitsverbesserungen

1. Februar 2006, 15:31
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Entwickler von Mozilla, Internet Explorer, Konqueror und Opera einigen sich auf einheitliche Vorgangsweise

Um die Sicherheit im Internet zu erhöhen und BetrügerInnen das Leben schwerer zu machen haben sich mehrere Browserhersteller auf eine gemeinsame Vorgangsweise geeinigt. Bei einem Treffen von Entwicklern von Mozilla, Internet Explorer, Konqueror und Opera hat man sich auf eine Reihe von Maßnahmen verständigt.

Maßnahmen

So wollen alle die als verwundbar bekannte SSL2-Verschlüsselung aus ihren Browsern entfernen, zusätzlich will man auch die Certificate Authorities (CAs) dazu bringen vermehrt stärkere Zertifikate mit 2048 Bit Schlüssellänge auszustellen. Gleichzeitig sollen nicht vertrauenswürdige Seiten klar gekennzeichnet werden, so soll die URL-Leiste bei gefährlichen Webpages rot hinterlegt werden, bei Seiten mit starken Zertifikaten - zum Beispiel Online-Banking-Seiten - hingegen grün. Um zu verhindern, dass ein solcher Mechanismus unterlaufen werden kann, soll es künftig auch nicht mehr möglich sein, die URL-Zeile auszublenden.

Sicherheit geht vor

Das Treffen kann getrost als historisch angesehen werden, immerhin gab es vor allem zwischen Microsoft und den anderen Herstellern ein bisher nicht gerade als ungetrübt zu bezeichnendes Verhältnis. Immerhin scheint die Überwindung dieser Hürde gar nicht so schwer wie ursprünglich angenommen gewesen zu sein, alles was es gebraucht habe, sei "eine kleine Pizza" gewesen, so Carsten Fischer und Yngve Nysaeter Pettersen von Opera in ihrem Bericht.

Falsche Konkurrenz

Es gebe so viele Bereiche, wo man konkurrieren könne, Sicherheit brauche aber Zusammenarbeit, so die beiden weiter. Bleibt zu hoffen, dass sich auch nicht anwesende Firmen wie Apple dieser Sichtweise anschließen werden. (apo)

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    foto: opera
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