Außenhandelsdefizit über Vorjahresniveau

8. Dezember 2005, 18:37
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Österreich hat bis September um 507,3 Millionen Euro mehr Waren ein- als ausgeführt

Wien - Österreich hat bis September mehr Waren ein- als ausgeführt. Für die ersten neun Monate 2005 hat die Statistik Austria auf Basis vorläufiger Daten Gesamteinfuhren von 69,20 Mrd. Euro erhoben, um 4,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2004. Die Ausfuhren verzeichneten ein Wachstum von 4,3 Prozent auf 68,69 Mrd. Euro. Unter dem Strich ergibt sich damit ein Defizit in der Warenverkehrsbilanz von rund 507 Mio. Euro, beinahe doppelt so viel wie vor einem Jahr (277 Mio. Euro), teilte die Statistik Austria am Freitag mit.

Aus EU-Mitgliedstaaten bezog Österreich im Berichtszeitraum Waren im Wert von 52,34 Mrd. Euro, das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 48,95 Mrd. Euro, das ist um 3,6 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode Jänner bis September 2004. Das Handelsdefizit mit der Europäischen Union belief sich auf 3,39 Mrd. Euro.

Der Außenhandel mit Drittstaaten fiel im Vergleich zum Zeitraum Jänner bis September 2004 bei den Importen mit 16,86 Mrd. Euro um 11,6 Prozent und bei den Exporten mit 19,74 Mrd. Euro um 6,1 Prozent höher aus. Das Aktivum der Handelsbilanz mit Drittstaaten betrug 2,88 Mrd. Euro.

Im September lag der Einfuhrwert bei 8,49 Mrd. Euro und erhöhte sich um 2,9 Prozent gegenüber September 2004. Die Ausfuhren betrugen 8,44 Mrd. Euro und stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent. Das Handelsbilanzdefizit betrug 0,04 Mrd. Euro. (APA)

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