Anschläge auf Bali sollten eigentlich Gedenkfeier gelten

3. Dezember 2005, 11:30
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Attentate wegen starker Sicherheitsvorkehrungen vorgezogen

Sydney - Die diesjährigen Anschläge von Bali sollten einem Zeitungsbericht ursprünglich den Gedenkfeiern zum Jahrestag der Anschläge vor drei Jahren gelten. Der mittlerweile verstorbene mutmaßliche Terroristenführer Azahari Husin habe ein Selbstmordattentat auf die Gedenkstätte zu Ehren der 202 Toten der Anschläge vom 12. Oktober 2002 in Kuta geplant, berichtete die Zeitung "The Australian" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Geheimdienstkreise.

Wegen der starken Sicherheitsvorkehrungen zu den Feierlichkeiten habe habe er die Anschläge aber um eineinhalb Wochen vorgezogen. Bei der Explosion dreier Bomben in Restaurants auf Bali starben am 1. Oktober dieses Jahres zahlreiche Menschen, unter ihnen die drei Selbstmordattentäter.

Husin habe auch Anschläge auf weitere belebte Orte geplant, darunter den Flughafen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ein angeblich von Husin verfasstes Dokument mit dem Titel "Das Projekt Bali". Das Schriftstück habe er nach der Anschlagsserie vom 1. Oktober verfasst. Asahari sprengte sich bei einer Polizeirazzia Anfang November in die Luft. Terrorexperen zufolge war Asahari vermutlich der Bombenexperte der radikalislamischen Gruppe Jemaah Islamiyah. (APA)

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