Sparen kann sehr teuer sein

1. Dezember 2005, 21:00
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Selbst bei dreifachem Spritpreis haben Alternativantriebe wenig Chance

Hybridantrieb macht nur bei großen, schweren und sehr leistungsstarken Autos einen Sinn. Bei einem Sports Utility Vehicle (SUV) ist es durchaus möglich, den Verbrauch von 15 Liter Benzin auf 100 km und mehr auf zehn Liter und darunter zu drücken. In dieser Fahrzeugklasse ist auch der finanzielle Spielraum vorhanden, um die aufwändige Technik nicht nur im Auto, sondern auch preislich unterzubringen.

Völlig anders sieht es jedoch bei kleineren Autos aus. Bei der Mercedes-Kleinwagentochter Smart zum Beispiel hat man alle möglichen Varianten alternativer Antriebe ausprobiert und ist zu einem sehr ernüchternden Schluss gekommen: Den Smart Diesel mit Hybridantrieb auszurüsten, würde mindestens 3000 Euro zusätzlich kosten. Ein Preis, der durch die Kraftstoffersparnis nie und nimmer hereingespielt werden kann, selbst wenn man den Dieselpreis verfünffachen würde.

Erdgas günstiger

Etwas günstiger sieht die Erdgas-Variante aus. Hier kommt man mit einem Mehrpreis zwischen 500 und 1000 Euro zurecht, was immerhin für Kilometerfresser unterm Strich einen kleinen Vorteil ergeben kann.

Die angenehmste, aber kaufmännisch unmöglichste Variante bleibt der Elektro-Smart. Viel mehr als 150 km Reichweite ist nach wie vor nicht drin, aber der Mehrpreis dafür gewaltig: 15.000 Euro alleine für die Batterien. Selbst die kostengünstige Variante eines milden Hybrid mit Startergenerator und Motorabschaltung rechnet sich nicht. Denn auch dafür sind an die 500 Euro zusätzlich zu veranschlagen. Die klügste Variante bleibt: Fuß vom Gas! (rs, AUTOMOBIL, 25.11.2005)

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Rudolf Skarics

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