Demonstration gegen Atomprogramm vor Wiener UNO-City

25. November 2005, 14:50
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Oppositionsgruppen fordern Überweisung der Iran-Akte an den Sicherheitsrat

Wien - Mehrere iranische Oppositionsgruppen haben am Donnerstag vor der Wiener UNO-City demonstriert, wo der IAEA-Gouverneursrat wegen des iranischen Atomprogramms tagte. Ein Sprecher der Demonstranten, Kayoumars Shahsavary, sagte, man könne dem "unverantwortlichen Regime" in Teheran nicht trauen. Der Iran sei ein ölreiches Land auch brauche keine Atomkraft zur Energiegewinnung.

Eine erste Demonstration am Vormittag wurde unter anderen von der "Demokratischen Partei Kurdistans-Iran", den "Volksfedayin-Mehrheit" sowie der "Union der Volksfedayin" organisiert. Ab Mittag demonstrierten einige hundert Menschen bei einer vom "Nationalen Widerstandsrat Iran" (NRCI) veranstalteten Kundgebung, dessen bewaffneter Arm "Volksmudjaheddin" von den USA und der EU als terroristisch eingestuft wird. Der NRCI-Vertreter Shahin Gobadi rief den IAEA-Gouverneursrat zur Überweisung der Atom-Akte des Iran an den UNO-Sicherheitsrat auf.

Perviz Khazai vom außenpolitischen Komitee des NRCI warnte unter Berufung auf "vertrauliche Informationen", das "Mullah-Regime" sei bereits sehr nahe an der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe. Zudem arbeite der Iran schon lange an der Herstellung strategischer Raketen, die mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden könnten. (APA)

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