Vorarlberg: Illegal beschäftigt im Tourismus

19. Dezember 2005, 12:24
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In Vorarlberg sind heuer rund 200 illgeal beschäftige Personen aufgeflogen, jeder neunte der insgesamt 900 kontrollierten Tourismus-Beschäftigten war unrechtmäßig tätig

Bregenz - In Vorarlberg sind im heurigen Jahr rund 200 Personen aufgeflogen, deren Beschäftigung gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz verstoßen hat. Etwa 100 davon arbeiteten im Tourismus-Bereich, bestätigte Franz Füchsl, Leiter der Kontrollgruppe gegen Illegale Arbeiternehmerbeschäftigung (KIAB) im Ländle, einen dementsprechenden Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Damit war jeder neunte der insgesamt 900 kontrollierten Tourismus-Beschäftigten unrechtmäßig tätig.

Alles in allem wurden nach Angaben von Füchsl in etwa 400 Firmen überprüft, bei der Hälfte davon handelte es sich um Tourismus-Betriebe. Etwa 150 der 900 Tourismus-Angestellten haben laut Füchsl "schwarz" gearbeitet. "Wir schätzen den Anteil der Schwarzarbeiter im Tourismus auf 15 bis 20 Prozent", sagte der KIAB-Leiter.

Dass im Ländle gerade im Tourismus viele Personen illegal beschäftigt werden, ist für Füchsl eine "logische Konsequenz aus dem Stellenwert der Gastronomie in Vorarlberg". Arbeitskräfte wären laut Füchsl genug vorhanden, "aber Illegale sind eben billiger als Angestellte aus Österreich oder der EU". Für das kommende Jahr kündigte Füchsl verstärkte Kontrollen an. Die KIAB in Vorarlberg werde von fünf auf zehn Personen aufgestockt. Füchsl hofft auch auf ein Umdenken bei den Betrieben. (APA)

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