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Wie werden Proben richtig entnommen?

31. März 2006, 18:45
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Routine-Kontrollen werden unter normalen Betriebsbedingungen und nicht während einer Aufheizphase vorgenommen

Wasserproben von peripheren Entnahmestellen werden nach kurzem Abrinnenlassen von ca. 15 Sek. ohne Abschrauben von Duschköpfen oder Perlatoren und ohne Abflammen entnommen. Es herrschen somit Bedingungen, wie sie der Benutzer bei einer Wasserentnahme (Duschen, Händewaschen, Zähneputzen, etc.) meist vorfindet.

Um die Frage zu klären, ob eine systemische Kontamination der Warmwasserversorgungsanlage oder lediglich ein Problem in einer peripheren Leitung bzw. einer Armatur vorliegt, kann an einem Auslass eine zusätzliche Probe entnommen werden. Für diese Probenahme muss das Wasser Temperaturkonstanz (keine Temperaturschwankung innerhalb von 60 Sekunden) erreicht haben.

Proben vom Speicherablauf sollen erst entnommen werden, wenn nach ausreichend langem Spülen sichergestellt ist, dass stagniertes Wasser aus dem Ablaufrohr entfernt wurde.

Die für die Untersuchung erforderliche Wassermenge sollte stets mit dem jeweiligen Institut (siehe Liste am Ende dieses Folders), welches die Untersuchungen durchführt, abgesprochen werden.

Als Probengefäße sind sterile Flaschen mit Schraubverschluss zu empfehlen. Handelt es sich um gechlortes Wasser, sind Flaschen mit Zusatz von Natriumthiosulfat zu verwenden. Zur Dokumentation werden die Flaschen beschriftet und auf einem Begleitschein die notwendigen Daten festgehalten.

Die Wassertemperatur wird bei Erreichen der Temperaturkonstanz gemessen und dokumentiert. Ebenso ist die auf dem Warmwasserspeicher angezeigte Temperatur zu notieren.

Transport und Aufbewahrung von Proben

Nach der Entnahme sollten die Proben umgehend – nach Möglichkeit noch während desselben Tages, zumindest jedoch binnen 48 Stunden – ins Untersuchungslabor (siehe Liste am Ende dieses Folders) gebracht werden (Lagertemperatur 6-18°C). Hier werden die Proben innerhalb von 48 Stunden nach Entnahme den Normen ISO 11731-1 bis 3 entsprechend aufgearbeitet.

Befundinterpretation

Die Interpretation von Legionellenbefunden ist schwierig, weil die gemessenen Konzentrationen nicht die tatsächliche Gefährdung von Personen widerspiegeln. Das liegt einerseits an den sehr großen Virulenzunterschieden der verschiedenen Legionella-Stämme und andererseits an der Anfälligkeit der damit in Kontakt kommenden Personen.

Mehr Info:

www.ages.at
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