Anträge an den Rechtschreibrat

29. November 2005, 12:49
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Kleinschreibung, Zeichensetzung, Silbentrennung - Zügige Entscheidung erhofft

Mannheim - Der Rat für deutsche Rechtschreibung befasst sich am Freitag in seiner letzten Sitzung für dieses Jahr mit der Groß- und Kleinschreibung sowie der Zeichensetzung und Silbentrennung. Zur Groß- und Kleinschreibung seien die Mitglieder des Expertengremiums bereits vor der Sitzung befragt worden, um in großer Runde zügig zu einer Entscheidung zu kommen, sagte die Geschäftsführerin des Rates, Kerstin Güthert, am Donnerstag in Mannheim.

Die neuen Sprachregeln zur Groß- und Kleinschreibung wurden von den Kultusministern bislang als unstrittig bezeichnet. Der Hochschulprofessor Theodor Ickler, der als erklärter Gegner der Rechtschreibreform gilt, habe dennoch den Antrag eingebracht, eine Arbeitsgruppe zu diesem Komplex zu gründen.

Verständigungen

Das mit Vertretern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Liechtenstein und der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol besetzte Gremium hatte sich Ende Oktober darauf verständigt, bei der Silbentrennung keine einzelnen Buchstaben mehr abzutrennen und künftig auch keine Sinn entstellenden Trennungen mehr zuzulassen.

Die als noch umstritten geltenden drei Komplexe Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Silbentrennung und Zeichensetzung sollen noch in diesem Jahr in die Anhörung gehen und abschließend in der März-Sitzung behandelt werden. Ziel bleibe, die Änderungsvorschläge zum Schuljahr 2006/07 in Kraft zu setzen, erklärte Geschäftsführerin Güthert. Die nächsten Sitzungen des Rechtschreibrats sind nach der bisherigen Planung am 3. Februar und 24. März 2006. (APA/dpa)

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