Brandsteidl befürchtet "Schmäh"

24. November 2005, 18:44
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Bedarfsfeststellung hat ihre Tücken

Einen "Schmäh" befürchtet die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl bei der Bedarfsfeststellung von zusätzlichen Stützlehrern. Wenn man vom Nachweis eines "erhöhten Bedarfs" spreche, könnten dafür unterschiedliche Parameter herangezogen werden, so Brandsteidl gegenüber der APA. Falls etwa als Vergleichsgröße für die benötigten Zusatz-Stützlehrer ab 2006/07 nur das heurige Schuljahr herangezogen werde, würden kaum zusätzliche Lehrer herauskommen.

Weniger Lehrer

Für die Bemessung des Bedarfs gebe es unterschiedliche Parameter - je nachdem, was man vergleichen wolle, meinte Brandsteidl. So würden heute in Wien etwa 700 Lehrer für Integration und Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache weniger als im Jahr 2001 zur Verfügung stehen - ohne dass die Zahl der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache zurückgegangen wäre.

Als Notmaßnahme und "Akutprogramm" würden die vom Wiener Vizebürgermeister Sepp Rieder (S) genannten 168 Pädagogen für den Volksschulbereich gelten, meinte Brandsteidl. Um wieder auf den Stand von vor vier Jahren zu kommen, wären wiederum 500 Dienstposten für die Förderung von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache nötig bzw. 700 Dienstposten, wenn man noch andere Notwendigkeiten wie die Lehrer für den sonderpädagogischen Förderbedarf hinzurechne. "Diese Bedarf haben wir aber schon lange", so Brandsteidl - wenn ein zu enger Zeitraum für die Feststellung eines "Zusatzbedarfs" gewählt werde, würde man um eigentlich benötigte Posten umfallen. (APA)

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