Global 2000 schüttete RZB-Eingang mit Hackschnitzeln zu

25. November 2005, 21:24
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Protest gegen Regenwaldzerstörung in Borneo - "Sofortiger Ausstieg der RZB würde Projekt noch stoppen"

Wien - Aktivisten von Global 2000 haben am Donnerstag den Haupteingang der Raiffeisenzentralbank (RZB) in Wien mit 15 Kubikmetern Hackschnitzeln - das entspricht etwa 100 Säcken - "zugeschüttet". Damit protestierte die Umweltorganisation gegen die Beteiligung der RZB an einer Hackschnitzelfabrik im indonesischen Teil Borneos.

40.000 Hektar

Durch das Industrieprojekt auf Borneo seien 40.000 Hektar Regenwald bedroht, erklärte Global. Die RZB hält dem entgegen, dass laut einem Gutachten eines international renommierten Experten ausreichend Holz von Plantagen zur Verfügung stehe und keine Regelwaldflächen gerodet werden müssten.

"Ein sofortiger Ausstieg der RZB würde das Projekt noch stoppen können", hieß es in einer Aussendung von Global, was laut der Bank aber nicht mehr möglich ist. Die Umweltorganisation argumentiert auch mit der von derselben Firma, nämlich United Fiber Systems, geplanten Errichtung einer Zellstofffabrik, weshalb insgesamt 173.000 Hektar Plantagenflächen zusätzlich benötigt würden. Die RZB hält dem entgegen, dass das Zellstoffwerk mit Material aus dem Hackschnitzelwerk beliefert werde. (APA)

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