Egon Schiele-Schau in der Albertina

24. November 2005, 12:43
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220 Werke, davon 90 Leihgaben - Kohärente Vorstellung der stilistischen Entwicklung als Ziel

Wien - 130 Werke aus den eigenen Beständen und 90 bedeutende Leihgaben vereint die Wiener Albertina zu ihrer großen Egon Schiele- Schau, die von 7. Dezember bis 19. März 2006 zu sehen sein wird. Die von Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder kuratierte Ausstellung soll erstmals eine kohärente Vorstellung der stilistischen Entwicklung des österreichischen Künstlers als Zeichner und Aquarellist geben.

In der Schau werden in verschiedene Sammlungen zerstreute Blätter einiger Werkgruppen Schieles, die während einer einzigen Sitzung entstanden sind, wieder zusammengeführt. Themenkreise sind u.a. Selbstbildnis und Akt. Einen Höhepunkt der Schau bildet jene Sequenz von zehn Aquarellen, die Egon Schiele während seiner traumatischen Haft im Gefängnis von Neulengbach gemalt hat. Nach Auskunft der Albertina werden auch jene fünf Blätter zu sehen sein, deren umstrittene Restaurierung zuletzt nicht nur die Fachwelt beschäftigt hatte.

Die Albertina besitzt mehr als 180 Zeichnungen und Aquarelle von Schiele, die von einigen der wichtigsten Schiele-Sammler Österreichs (darunter der Mäzen August Lederer, Arthur Roessler und Heinrich Benesch) in die Sammlung übernommen worden waren. Zur Ausstellung erscheint ein 420 Seiten starker Katalog. (APA)

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