SIGNAL-Wirkung in Vorarlberg

24. November 2005, 14:01
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Interreg-Projekt zur Früherkennung bei häuslicher Gewalt richtet sich an ÄrztInnen und Pflegepersonal

Bregenz - "Das Thema häusliche Gewalt darf nicht tabuisiert oder verleugnet werden. Wir alle - die gesamte Gesellschaft - muss hinschauen und handeln", betont Landesrätin Greti Schmid anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Das Frauenreferat der Vorarlberger Landesregierung und die Frauenbeauftragte der Stadt Konstanz starten das Interreg-Projekt SIGNAL, das die Früherkennung von Fällen häuslicher Gewalt fördern soll.

LR Schmid: "Bei Bekannt werden von Gewalt in der Partnerschaft und Familie muss unverzüglich gehandelt werden, denn dies erspart den Opfern - meist sind es Frauen und Kinder - weiteres Leid."

SIGNAL-Wirkung

Zielgruppen des Projektes SIGNAL sind ÄrztInnen und Pflegepersonal, deren Sinne zur Früherkennung und adäquaten Behandlung von Gewaltopfern geschärft werden sollen. Das Angebot beinhaltet Informationsveranstaltungen und Schulungen für den medizinischen Bereich. SIGNAL steht für

  • Sprechen Sie die Patientinnen an;
  • Interview mit kurzen Fragen;
  • Gründliche Untersuchung alter und neuer Verletzungen;
  • Notieren und dokumentieren Sie alle Befunde und Angaben;
  • Abklären des aktuellen Schutzbedürfnisses der Patientin;
  • Leitfaden mit Notrufnummern und Hilfen anbieten.

    Laut der Weltgesundheitsbehörde WHO gehört physische, sexuelle und psychische Gewalt zu den größten Gesundheitsrisiken für Frauen. Ärzte und Ärztinnen sowie Pflegepersonal in den Krankenhäusern sind oft die erste Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt. (red)

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