Raucher-Therapie-Wochen in Österreichs Apotheken

25. November 2005, 12:35
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28. November bis 10. Dezember - 2,3 Millionen Österreicher rauchen, viele wollen aufhören oder Rauchverhalten reduzieren

2,3 Mio. Österreicher rauchen, mehr als die Hälfte will jedoch aufhören oder ihr Rauchverhalten zumindest reduzieren. Jedes Jahr sterben in Österreich 14.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, 3.500 an Lungenkrebs infolge von Rauchen. Hilfestellung für Entwöhnungswillige geben die Raucher-Therapie-Wochen von 28. November bis 10. Dezember, bei der Raucher in Apotheken beraten und in der Wahl der Therapie unterstützt werden.

29 Prozent rauchen

29 Prozent der österreichischen Bevölkerung rauchen. 18 Prozent von ihnen würden gern aufhören, 37 Prozent möchten ihren Zigarettenkonsum zumindest reduzieren, was jedoch vielen nicht leicht fällt. Unterstützung offerieren die Apotheker: Im Beratungsgespräch werden die Intensität der Abhängigkeit und die Einstellung zum Rauchverhalten geklärt. Motiviert werden die Raucher daneben auch durch das Nichtraucher-Paket, das neben Informationsmaterial einen Gutschein enthält, mit dem man eine Großpackung Nikotinersatz-Therapie von "Nicorette" um drei Euro günstiger erhält.

Beratungsgespräche

Die Aktionswochen - sie finden heuer zum zweiten Mal statt - werden von der Apothekerkammer, dem Nikotininstitut Wien, der Wiener Krebshilfe und dem Gesundheitsministerium unterstützt. "Rauchen trägt nicht zum Wohlbefinden bei, sondern gefährdet die Gesundheit", sagte Mag. Dr. Christiane Körner, Vize-Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. Im Rahmen der Vorjahrs-Aktion haben rund 40.000 Österreicher die Aktion für Beratungsgespräche genutzt.

Rauchen ist die größte Gefahr für die Lunge überhaupt. An den (Spät-)Folgen des Tabakkonsums sterben österreichweit jährlich rund 14.000 Menschen. "Lungenkrebs ist dabei eine der Krebsformen, vor der man sich sehr gut schützen kann, wenn man auf das Rauchen verzichtet!", sagte Mag. Gabriele Sonnbichler von der Wiener Krebshilfe. Aber auch andere Lungenerkrankungen wie COPD, Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßerkrankungen stehen in Zusammenhang mit dem Rauchen.

Fehl- und Frühgeburten

Auch Schwangere sollten die Finger von Zigaretten lassen: "Bei Raucherinnen ist das Risiko, eine Fehl- oder Frühgeburt zu erleiden, um zwanzig bis dreißig Prozent erhöht und Neugeborene von Raucherinnen sterben zum Zeitpunkt der Geburt und im ersten Lebensjahr drei Mal so häufig am plötzlichen Kindstod wie Säuglinge von Nichtraucherinnen", erklärte Univ.-Prof. Dr. Otto-Michael Lesch, von Universitätsklinik für Psychiatrie am AKH Wien. (APA)

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    Raucher-Therapie-Wochen in Österreichs Apotheken von 28. November bis 10. Dezember.

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