DramatikerInnen-Preis für Dea Loher

23. November 2005, 20:46
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Das Werk der deutschen Autorin sei voller hintergründig komischer Poesie

Mainz - Die deutsche Autorin Dea Loher hat am Mittwoch in Mainz für ihr Gesamtwerk den mit 15.000 Euro verbundenen "Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2005" und damit die höchstdotierte DramatikerInnen-Auszeichnung in Deutschland erhalten.

Die Jury hatte die im bayerischen Traunstein geborene Loher als eine politische Dramatikerin gewürdigt, die sich mit ihrem Werk wie kaum eine andere der Gegenwart und zugleich den großen Fragen der Tragödie stelle. Ihre Sprache sei dabei oft hintergründig komisch, diskret, sparsam und voller eigener Poesie. Loher zählt mit Stücken wie "Leviathan" und "Adams Geist" zu den meistgespielten jungen Theater-Autorinnen in Deutschland.

Der wie Loher 1964 geborene und in Hamburg aufgewachsene Buchsteiner thematisiert in seinem ausgezeichneten Stück den Tschetschenienkonflikt. Insbesondere geht es anhand des Schicksals dreier Frauen um die Geiselnahme von 2002 in einem Moskauer Musicaltheater. "Nord-Ost" soll in der Spielzeit 2006/2007 am Pfalztheater in Kaiserslautern uraufgeführt werden.

Den "Else Lasker-Schüler-Dramatikerpreis" haben bisher Elfriede Jelinek (2003), Einar Schleef (2001), Rainald Goetz (1999), Werner Fritzsch und Volker Lüdecke (beide 1997), Harald Kislinger (1995) und Kerstin Specht (1993) erhalten. (APA/dpa)

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