Turbulenzen im Türkischen Verband

23. November 2005, 18:13
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Verbandsspitze scheint wegen Vorfällen nach WM-Playoff-Match gegen die Schweiz zum Rücktritt bereit

Istanbul - Eine Woche nach den Gewaltausbrüchen im Anschluss an das WM-Qualifikations-Barrage-Rückspiel Türkei - Schweiz in Istanbul scheint die Spitze des türkischen Verbandes vor dem Rücktritt zu stehen. Die Führungscrew um Präsident Levent Bicakci will der Aufforderung von Sportminister Mehmet Ali Sahin offenbar nachkommen. "Wir haben versucht, dem Verband zu dienen. Wenn unser Rücktritt allen dienen sollte, dann werden wir das tun", wird Bicakci von türkischen Medien zitiert.

Die beiden Vize-Präsidenten Sekit Mosturoglo und Mahmut Özgener haben bereits entschieden, ihre Ämter vorerst ruhen lassen zu wollen. "Ich denke, wir müssten geschlossen zurücktreten und den Weg für Neuwahlen frei machen", sagte Özgener. Am Dienstag hatten die Tumulte von Istanbul mit dem Rücktritt des türkischen Co-Trainers Mehmet Özdelek die erste Konsequenz nach sich gezogen.

Die Demission Özdeleks erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Sportminister Sahin auf einen Führungswechsel im Verband gepocht hatte. "Die Verantwortung für die hässlichen Vorfälle trägt der Verband, und die verantwortlichen Leute müssen zurücktreten", erklärte das Regierungsmitglied und fügte hinzu: "Andernfalls werde ich persönlich dafür sorgen, dass fähigere Personen eingesetzt werden." (APA/SIZ)

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