Warnung vor unseriösen Angeboten

27. November 2005, 11:35
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Markus Kraetschmer: Übernahme-Szenario der Denk-Gruppe "wäre sensationell für österreichischen Fußball"

Wien - Klub-Manager Markus Kraetschmer erklärte am Mittwoch im Vorfeld der Generalversammlung von Austria Wien, dass ein unseriöses Übernahmeangebot schwerwiegende Folgen für den österreichischen Fußball-Rekord-Cupsieger haben könnte. "Man muss dieses Angebot der Gruppe um Kuratoriumsmitglied Helmut Denk genau prüfen. Denn ein Sponsor erwartet sich ja auch entsprechende Gegenleistungen für jene Summe, die er investiert. Und man muss sich fragen, ob die Austria diese bringen kann", betonte Kraetschmer gegenüber der APA.

"Frank Stronach ist es ja wichtig, dass der Fortbestand der Austria gesichert ist. Durch das Szenario, dass sich Magna mittelfristig zurückziehen wird, können ja für den Verein finanzielle Probleme entstehen, die auch sportliche nach sich ziehen können. Beispielsweise wenn der Verein wegen finanzieller Schwierigkeiten keine Lizenz mehr bekommt und dann nicht mehr in der Bundesliga, sondern nur noch in der Regionalliga oder gar eine Klasse tiefer spielen darf", hielt Kraetschmer in diesem Zusammenhang fest. Zu den kolportierten Sponsorbeträgen - insgesamt knapp 40 Mio. Euro - meinte Kraetschmer nur: "Die wären für den österreichischen Fußball sensationell, das sind ja schon fast Dimensionen wie in der Deutschen Bundesliga."

Der Austria-Manager kannte bis Mittwochmittag aber noch keine Details jener Gruppe um Denk, die angeblich bereit sein soll, den Traditionsverein aus Favoriten zu übernehmen. "Doch spätestens während der Generalversammlung muss die Gruppe um Denk ihre Karten offen auf den Tisch legen", sagte Kraetschmer.

Sollte der Misstrauensantrag der Denk-Gruppe am Donnerstagabend gegen das Austria-Präsidium erfolgreich sein, würde einige Zeit vergehen, bis ein neues Präsidium installiert ist, denn die Vizepräsidenten müssen erst vom Austria-Kuratorium bestellt werden. "In dieser Zeit könnten aber bereits parallel Gespräche mit Frank Stronach über eine etwaige Übernahme vor dem 30. Juni 2007 geführt werden", sagte Kraetschmer.

Sollte sich die Generalversammlung gegen die Pläne der Denk-Gruppe aussprechen, bleibt alles wie gehabt. "Dann müsste man warten, bis jemand mit einem neuen Angebot an uns herantritt, das von der Generalversammlung unterstützt wird", betonte Kraetschmer. "Herr Stronach ist grundsätzlich jederzeit gesprächsbereit, sofern es sich um ein seriöses Angebot handelt."(APA)

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