Mistkübel-Auto kontrolliert: Zu hoher Strahlenwert

23. November 2005, 15:12
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Mit Rheumadecken gefüllter Müllsack wies hohe Belastung auf

Wien - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden am Mittwoch Mitglieder der Wiener Feuerwehr beordert. In Wien-Donaustadt wurde ein Mistkübel-Auto wegen zu hoher Strahlenwerte kontrolliert. Mit Atemschutz rückten die Einsatzkräfte der Strahlenquelle zu Leibe: Ein mit Decken gefüllter Müllsack wies eine Belastung von 750 Nanosievert pro Stunde (nSv/h) auf. Gefahr für Menschen und Umwelt bestand aber nicht.

Strahlenexperte Christian Schmitzer vom Forschungszentrum Seibersdorf vermutet, dass es sich bei den Decken um Jahrzehnte alte Rheumadecken handelt. Die entdeckte Strahlenquelle "Thorium 232" würde diese Theorie zusätzlich untermauern.

750 Nanosievert pro Stunde bedeuten laut Schmitzer aber keinesfalls eine Gefährdung für Menschen. Röntgenassistenten würden einer jährlichen Strahlungsdosis von 20 Mio. Nanosievert ausgesetzt. Polizeiliche Absperrungen erfolgen ab 10.000 Nanosievert.(APA)

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