Pöstlingbergbahn als UNESCO-Welterbe nicht geeignet

23. November 2005, 17:25
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Linz bleibt um ein Baudenkmal ärmer - Aufnahme in die Welterbeliste wurden verschärft

Linz - Die Linzer Pöstlingbergbahn ist für eine Eintragung in die Welterbeliste nicht geeignet. Zu dieser Auffassung ist nun die zuständige UNESCO gelangt. Die ÖVP Linz hatte noch Anfang November erklärt, dass eine Aufnahme in die Liste der schutzwürdigen Baudenkmäler möglich sei. Eine entsprechender Antrag der Volkspartei in der Gemeinderatssitzungsei damit obsolet, betonte Planungsstadtrat Klaus Luger.

Die Bedeutung der Pöstlingbergbahn als eine "wichtige Verkehrspionierleistung", die eine hohe regionale und nationale kulturhistorische Anerkennung genieße, sei unbestritten, zitierte Luger aus einem Schreiben der österreichischen UNESCO-Kommission.

In seiner historischen und internationalen Dimension liege der Bau dennoch "klar außerhalb der Orientierung" des Welterbes. Zudem seien Kriterien für die Aufnahme in die Welterbeliste "massiv verschärft" worden, so die UNESCO-Kommission.

"Das Thema Welterbe ist damit aus meiner Sicht durch die Kommission erledigt", sagte Luger. Offen sei hingegen nach wie vor die Frage des Denkmalschutzes. Das Bundesdenkmalamt habe bis Dezember einen Antrag auf Unterschutzstellung der Pöstlingbergbahn, des Gleiskörpers und der technischen Anlagen angekündigt. Sollte diesem stattgegeben werden, sei die diskutierte Verlängerung der Bahn bis zum Hauptplatz hinfällig.

Die Pöstlingbergbahn, ein bekanntes Wahrzeichen von Linz, ist eine der weltweit steilsten Adhäsionsbahnen. Sie überwindet auf einer Streckenlänge von 2,9 Kilometern einen Höhenunterschied von mehr als 250 Metern. Mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern pro Stunde erreicht die Bahn in nur 16 Minuten ihr Ziel. Dabei schafft sie eine maximale Steigung von fast 10,5 Prozent. (APA)

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