Österreichische Gemeinden kommen ins Fernsehen

7. Dezember 2005, 11:23
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ProSieben Austria und Gemeindebund starten gemeinsames Projekt "Telegemeindetext"

Österreichs Gemeinden sind ab 23. November im Fernsehen. ProSieben Austria und der Gemeindebund präsentierten in Wien den "Telegemeindetext" (TGT). Dieser bietet auf 300 ProSieben Austria-Teletextseiten und mehreren Nebenseiten (Rollseiten) Gemeinden die Möglichkeit, lokale Information zu kommunizieren. Zu Beginn sind knapp 20 Gemeinden dabei, die Plätze sind beschränkt.

Auf 300 Seiten haben nach derzeitigem Plan 300 der insgesamt 2359 Gemeinden Platz. Jede Gemeinde hat eine Hauptseite und bis zu drei Rollseiten. Es wird aber überlegt, für Landeshauptstädte zwei Seiten zur Verfügung zu stellen, hieß es heute bei einer Pressekonferenz. "Es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst", erklärte ProSieben Austria-Geschäftsführer Markus Breitenecker. Kostenpunkt für die Gemeinden: "Nix", wie Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer zufrieden sagte.

Finanzierung durch lokale und nationale Werbung

Finanziert wird das Projekt durch lokale und nationale Werbung etwa in Form von Internet-Links. Für die Inhalte sind die Gemeinden zuständig, sie verschicken diese über Internet-Applikationen direkt auf den Bildschirm. Gewartet werden sollen die Seiten mindestens ein Mal in der Wochen. Die Nachrichten sind vielfältig von Top-News, über Termine bis hin zu Infos zum Heizkostenzuschuss.

Der "Telegemeindetext" ist ab Seite 750 abrufbar. Auf den ersten Seiten findet man eine Inhaltsangabe, eine Erklärung zum Projekt sowie Nachrichten aus dem Gemeindebund: "Mödlhammer fordert Pflegeversicherung". Ab Seite 755 sind einzelne Gemeinden anwählbar.

Umstellung von "Verwaltungs- auf Informationsgemeinden"

"Die Gemeinden haben bisher keinen Wert auf Information gesetzt, mittlerweile stellen sie aber von Verwaltungs- auf Informationsgemeinden um", so Mödlhammer. Gute Kommunikation sei nämlich eine Frage der Konkurrenzfähigkeit, etwa im Tourismusbereich oder bei Firmenansiedlungen, erläuterte Mödlhammer. Seine eigene Gemeinde - Hallwang in Salzburg - hat der Bürgermeister aber nicht angemeldet. "Hallwang ist einerseits zu klein und anderseits wollten wir keine schiefe Optik entstehen lassen", hieß es seitens des Gemeindebunds. ProSieben Austria wollen mit diesem regionalen Projekt den Österreich-Bezug des Senders verstärken, so Breitenecker. (APA)

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