Platter verteidigt Vorgehen

23. November 2005, 18:37
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Verteidigungsminister: Draken begleiteten Maschine bis zur Landesgrenze - "Diplomatie spielt hier überhaupt keine Rolle"

Wien - Verteidigungsminister Günther Platter (V) hat am Mittwoch das Vorgehen des Bundesheeres im Zusammenhang mit einem angeblichen Flug einer Maschine des US-Geheimdienstes CIA über Österreich im Jänner 2003 verteidigt. Die Draken seien aufgestiegen und hätten die Maschine bis zur Landesgrenze begleitet und dann den Luftstreitkräften des Nachbarlands übergeben, wie dies üblich sei. Es habe sich um einen normalen Vorgang gehandelt. Schließlich würden die Draken 80 bis 100 Mal pro Jahr zu Einsätzen aufsteigen, so Platter vor dem ÖVP-Vorstand.

Bei dem Vorfall, der sich vor seiner Amtszeit ereignet habe, sei festgestellt worden, dass es sich um ein ziviles Flugzeug handle. Dass man die Maschine dann nur zur Grenze begleitet habe und nicht zum Landen gezwungen habe, verteidigte der Minister. Es sei üblich, das gelindere Mittel einzusetzen: "Diplomatie spielt hier überhaupt keine Rolle", wies der Verteidigungsminister Vermutungen zurück, wonach man aus Angst vor Protesten der USA dieses Vorgehen gewählt habe. Diplomatischen Protest Österreichs habe es seines Wissens nach keinen gegeben. (APA)

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