Leichte Entspannung bei Energiepreisen

8. Dezember 2005, 18:41
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Private Haushalte dürfen aufatmen: Energie­preisindex vom Oktober zwar immer noch 11,4 Prozent über Vorjahr - im Vergleich zum Vormonat ist er aber um 0,7 Prozent rückläufig

Wien - Erstmals seit Mai dieses Jahres zeigt sich bei den Energiepreisen eine leichte Entspannung. Im Oktober lag der Energiepreisindex (EPI), von der Österreichischen Energieagentur auf Basis von Daten der Statistik Austria errechnet, zwar noch immer um 11,4 Prozent über dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat war er aber um 0,7 Prozent rückläufig.

Heizöl billiger

Heizöl verbilligte sich im Oktober gegenüber September um 1,8 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr kam es hier freilich zu einer spürbaren Verteuerung um 28,9 Prozent. Ähnlich auch die Preisentwicklung bei den Treibstoffen: Gegenüber dem Vormonat wurde Diesel um 1,8 Prozent billiger, Normal- und Superbenzin sogar um 3,4 bzw. 3,2 Prozent. Auf Jahressicht zogen die Spritpreise jedoch deutlich an: Diesel verteuerte sich um 17 Prozent, Normalbenzin um 15,1 Prozent und Super um 14,9 Prozent.

Den kurzfristigen Preisrückgang bei Mineralölprodukten (gegenüber September) führt die Österreichische Energieagentur auf eine leichte Entspannung an den Rohölmärkten zurück: Nach den Höchstständen im vergangenen Sommer sind die Rohölpreise zuletzt stärker gefallen. Ende Oktober lagen sie um knapp 12 Prozent unter dem Höchstwert von Ende August.

Strompreis unverändert

Gegenüber dem Vormonat unverändert blieb im Oktober der Strompreis, während er im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent stieg. Grund für diese Steigerung sei eine Erhöhung der Grundgebühr und des Nacht-Arbeitspreises, so die Energieagentur in einer Aussendung vom Mittwoch.

Den größten Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat gab es bei Gas - mit einem Plus von 4,4 Prozent. Gegenüber Oktober 2004 war Gas damit 11 Prozent teurer. Die Energieagentur erklärt dazu, dass die Koppelung der Erdgaspreise an die Preisentwicklung bei Erdöl und Erdölprodukten erst mit einer Zeitverzögerung von einigen Monaten wirke.

Da Fernwärme vorwiegend aus Heizöl und Erdgas erzeugt wird, gab es zuletzt auch hier Nachzieheffekte: Im Oktober lag der Fernwärme-Preis um 2,4 Prozent über dem Vormonat und um 5,7 Prozent über dem Vorjahr. Bei Brennholz kam es zu einem Preisanstieg um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, auf Jahressicht betrug die Verteuerung 3,3 Prozent.

Wie berichtet blieb der gesamte Verbraucherpreisindex (VPI) im Oktober zum Vormonat konstant, im Jahresvergleich stieg er um 2,0 Prozent. (APA)

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