Raiffeisen International macht 33 Prozent mehr Gewinn

8. Dezember 2005, 18:59
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Für das Gesamtjahr 2005 erwartet das Management eine Steigerung des Konzern-Jahresüberschusses von 50 Prozent

Wien - Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI) hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Konzerngewinn um 33 Prozent auf 279,1 (209) Mio. Euro gesteigert. Das Vorsteuerergebnis stieg auf 416,4 (324,6) Mio. Euro, teilte RI am Mittwoch ad hoc mit. Der Periodenüberschuss nach Steuern belief sich auf 334,9 (261,1) Mio. Euro.

Im dritten Quartal lag der Periodenüberschuss vor Steuern mit 143,1 Mio. Euro leicht über dem Ergebnis des zweiten Quartals mit 140 Mio. Euro.

Die aus dem operativen Geschäft resultierenden Betriebserträge kletterten in den ersten drei Quartalen 2005 auf 1.316,5 Mio. Euro, 37,8 Prozent höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der größte Zuwachs wurde beim Zinsüberschuss erzielt, der von 582,7 Mio. um 44,3 Prozent auf 841,1 Mio. Euro wuchs.

Jahresprognose 50 Prozent mehr Gewinn

Für das Gesamtjahr 2005 erwartet das Management der börsenotierten Raiffeisen International (RI) eine Steigerung des Konzern-Jahresüberschusses (Jahresüberschuss nach Steuern abzüglich Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg) um mindestens 50 Prozent.

Mögliche Effekte aus der Akquisition der ukrainischen Bank Aval sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt. Für die Jahre 2006 und 2007 erwartet das Management ein jährliches Wachstum der Bilanzsumme von jeweils rund 20 Prozent.

Als Ziele für das Jahr 2007 nennt RI einen Return on Equity (ROE) vor Steuern von mehr als 25 Prozent, eine Cost/Income-Ratio (CIR) kleiner als 60 Prozent und eine Risk/Earnings-Ratio von weniger als 15 Prozent.

Südosteuropa und GUS als Wachstumstreiber

Die Aktivitäten in Südosteuropa und den GUS-Ländern waren für Raiffeisen International (RI) die Wachstumstreiber in den ersten drei Quartalen. Das Segment Südosteuropa erwirtschaftete ein um 36,5 Prozent auf 139,5 Mio. Euro gestiegenes Ergebnis. Der RI-Vorsteuergewinn in der GUS stieg um 48,3 Prozent auf 96,3 Mio. Euro, während die Region Zentraleuropa 180,6 Mio. (plus 14,7 Prozent oder 23,2 Mio. Euro) zum Ergebnis beitrug.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2004 zeigt sich laut RI-Aussendung eine zunehmend ausgeglichene Verteilung der Regionen betreffend deren Anteil am Periodenüberschuss vor Steuern: Zentraleuropa 43 Prozent (2004: 48 Prozent), Südosteuropa 34 Prozent (32 Prozent) und GUS-Länder 23 Prozent (20 Prozent).

Der Wachstumskurs wird fortgesetzt: Mit 89 neuen Geschäftsstellen im Vergleich zum Jahresende 2004 wurde per Ende September ein Stand von 1.005 erreicht. Die Mitarbeiteranzahl stieg zum Stichtag um 12,5 Prozent von 22.851 auf 25.712.

Inklusive der Firmenkunden wurden per Ende September 2005 rund 6,1 Millionen Kunden betreut, ein Plus von mehr als einer Million im Vergleich mit Jahresende 2004.

Aval-Bank

Am 20. August gab die Raiffeisen International die Übernahme der Bank Aval, der zweitgrößten Bank im Wachstumsmarkt Ukraine, bekannt. Diese wurde am 20. Oktober nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen abgeschlossen. Dadurch steigt die Raiffeisen International in diesem sich sehr schnell entwickelnden Markt zum Marktführer auf.

Die Bank Aval verfügte zum Jahresende 2004 über 1.378 Geschäftsstellen und beschäftigte 17.933 Mitarbeiter. Sie ist mit mehr als 3 Millionen Kunden die mit Abstand stärkste Retailbank in der Ukraine und erhöht die Gesamtkundenbasis der Raiffeisen International auf rund 9,2 Millionen.

Raiffeisen International (RI) ist seit April börsenotiert und eine 70-Prozent-Tochter der österreichischen Raiffeisen Zentralbank (RZB).(APA)

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