Heute: Legenden des Klubfußballs in Angst

23. November 2005, 22:39
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Milan, Porto und die Rangers in der Champions League unter Druck - Rummel bei Real

Wien - Real Madrid steht schon vor dem Mittwochspiel gegen Olympique Lyon im Achtelfinale der Champions League. Und weil sich die "Königlichen" für eine 0:3-Heimniederlage gegen den FC Barcelona gegen niemanden rehabilitieren können, reden sie in Madrid nur über eine Zukunft ohne Trainer Vanderlei Luxemburgo und mit Michael Ballack. Die Sportzeitung Marca verkündete am Dienstag, der Kapitän der Bayern hätte sich mit Real grundsätzlich über einen Wechsel geeinigt. Präsident Florentino Perez wolle sich nur noch mit jenem Trainer absprechen, der Luxemburgo nachfolgt. Denn dass der Brasilianer gehen muss, stehe schon fest.

Vielleicht ist es ja schon nach dem Spiel gegen Lyon so weit. Luxemburgo muss auf seinen verletzten Kapitän Raul verzichten. Darüber hinaus sind Zinedine Zidane und Ronaldo für das Duell mit dem französischen Spitzenreiter der Gruppe F fraglich.

In Gruppe G können Titelverteidiger FC Liverpool und Chelsea ihr Achtelfinal-Ränzlein schnüren. Den Reds reicht ein Heimremis gegen Betis Sevilla. Die Londoner, letzte Runde von den Spaniern geschlagen, brauchen einen Sieg bei den noch tor-und punktelosen Belgiern von Anderlecht sowie ein gleichzeitiges Remis an der legendären Anfield Road, also Liverpools Genügsamkeit.

In Gruppe H blicken der FC Porto und die Glasgow Rangers gemeinsam in den Abgrund des Ausscheidens. Bei den Schotten steht Trainer Alex McLeish umso mehr unter Druck, als er nach dem 0:3 im Old Firm gegen Celtic am Samstag eine Bewährungsfrist bis Dezember bekam. Inter Mailand kann dagegen das Achtelfinalticket mit einem Remis gegen Artmedia Bratislava lösen und genüsslich in die Gruppe E und nach Istanbul schielen, wo Stadtrivale AC Milan gegen Fenerbahce laut Vizepräsident Adriano Galliani ein Spiel "mit fundamentaler Bedeutung für Milans Zukunft" bestreitet. Tatsächlich liegt der Vorjahresfinalist derzeit nur auf Rang drei, punktegleich mit Schalke, das Eindhofen empfängt und die Niederländer am vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale hindern will. (red, DER STANDARD Printausgabe 23. November 2005)

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