KHG, unser Glitzer-Export - von RAU

22. November 2005, 18:53
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Österreichs neuester Glitzer-Exportartikel, Finanzminister Karl-Heinz Grasser, treibt sich vor deutschen Fernsehkameras herum, um zu verkünden, was alles die Deutschen Österreich nachmachen sollten, um endlich so gut zu werden wie die Österreicher.

Ihren Kulminationspunkt soll diese Promotionstour für das Produkt KHG ("Jetzt mit Fiona – noch mehr Strahlkraft!") mit einem Auftritt des jung vermählten Paares bei "Wetten, dass...?" haben. Vielleicht ruft danach doch einmal ein Headhunter eines deutschen Großkonzerns an. Inzwischen gibt KHG (bei "Sabine Christiansen") den deutschen Politi 2. Spalte kern den guten Ratschlag, doch ihre Bezüge freiwillig zu kürzen. Von wegen Krise und so.

Leider sind Grassers Diskussionspartner bei solchen Veranstaltungen nicht genügend gebrieft, um ihn etwa nach dem Rechnungshofbericht zu fragen, wonach die Budgetsituation inzwischen wieder bei der trüben Zeit vor Grassers segensreichem Wirken angekommen ist; oder schon gar nach der Homepage, die in Deutschland zum sofortigen Rücktritt geführt hätte.

So wird KHG weiter als eine Art neoliberaler Modeschmuck durchs deutschsprachige Ausland tingeln, wobei diese Mode schon stark veraltet wirkt. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.11.2003)

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