Neue Software soll Plagiate an Universität Innsbruck enttarnen

14. März 2006, 12:13
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Seit vier Wochen im Einsatz - Vier von neun überprüften Arbeiten waren kopiert

Innsbruck - Eine neue Software soll an der Universität Innsbruck mithelfen, vom Internet kopierte Texte in Diplom- oder Seminararbeiten zu entdecken. Wie Univ.Prof. Gerhard Mangott am Dienstag mitteilte, wolle man damit dem "Plagiatunwesen" entgegenwirken. "Erwischte" Studenten werden mit "Nichtgenügend" beurteilt und verlieren ein Semester.

Die Software stamme von einer deutschen Firma und sei auf die Suche in digitalen Quellen programmiert. Sie funktioniere besser als die bekannten Suchmaschinen, berichtete Mangott. Bisher seien neun Arbeiten kontrolliert worden, in vier davon seien Plagiate entdeckt worden.

Ihm gehe es vor allem darum, ein entsprechendes Bewusstsein bei den Studierenden zu schaffen. Es würden Urheberrechte verletzt, andererseits handle es sich einfach um Betrug.

Während in den USA Studenten bei derartigen Verfehlungen einfach der Universität verwiesen würden, seien die Sanktionen in Innsbruck weniger drastisch. Die Betroffenen würden negativ benotet. Außerdem müssten sie das Seminar nachholen und dadurch in der Regel ein Semester verlieren. In Zukunft soll die Software auch bei Diplomarbeiten und Dissertationen eingesetzt werden, kündigte Mangott an. (APA)

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