Tabakkonzern darf in Werbung auf Olympia anspielen

2. Dezember 2005, 14:30
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Ringe selbst sind auf den Plakaten gar nicht verwendet worden

Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat mit einer Werbekampagne zu den Olympischen Spielen 2004 nicht die Markenrechte des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verletzt. Das Landgericht Darmstadt hat am Dienstag eine entsprechende Unterlassungsklage des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) gegen den Konzern abgelehnt. BAT hatte in einer Dreier-Plakatserie Zigarettenschachteln der Marke "Lucky Strike" unter anderem in einer Anordnung präsentiert, die an die Olympischen Ringe erinnerte. Unterlegt waren die Abbildungen mit Sprüchen wie: "Die Ringe sind schon in Athen".

Die Ringe selbst seien aber auf den Plakaten gar nicht verwendet worden, stellten die Richter fest. Die Vorschriften für den Schutz der olympischen Symbole seien eng auszulegen. Die Juristen äußerten zudem erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Olympiaschutzgesetzes, das ausschließlich aus kommerziellen Interessen und "wohl auf Druck des IOC" zu Stande gekommen sei. (APA)

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