Serbiens Präsident hat keine Eile mit Kosovo-Verhandlerteam

24. November 2005, 18:30
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Wahre Verhandlungen erst im Jänner 2006

Belgrad - Der serbische Präsident Boris Tadic sieht keine Notwendigkeit, sich an der Bildung eines Verhandlungsteams Belgrads für den Kosovo-Status zu beteiligen. Die wirklichen Verhandlungen würden erst im Jänner 2006 beginnen, wurde Tadic am Dienstag von den Medien zitiert. Er appellierte an die Vertreter Belgrads, "identische Standpunkte" in den bevorstehenden Gesprächen mit dem UNO-Chefverhandler für das Kosovo, Martti Ahtisaari, zu vertreten.

Ahtisaari, der am Dienstag in Pristina mit der albanischen Delegation zusammengekommen war, wird am Mittwochabend in Belgrad erwartet.

Das serbische Parlament hatte am Montag ein Positionspapier der Regierung für die Status-Verhandlungen beschlossen. Abgeordnete der Demokratischen Partei des Präsidenten Tadic hatten das Dokument allerdings nicht unterstützt. Tadic setzt sich für die Bildung von zwei Entitäten im Kosovo ein, was praktisch einer Spaltung der Provinz gleichkommt. Eine solche Lösungsmöglichkeit wurde von der Kontaktgruppe für das Kosovo (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien) ausdrücklich ausgeschlossen. (APA)

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