Kampf um Markenrechte bei Fußball-WM

2. Dezember 2005, 14:30
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FIFA rügte bereits über 500 Fälle - 30 Milliarden TV-Zuschauer weltweit

Der Kampf um Markenrechte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beschäftigt zahlreiche Juristen im Lande. Der Weltverband FIFA hat bereits über 500 Rechtsverletzungen in 26 Ländern gerügt, berichtete Markenrechtler Fritjof Börner am Dienstag in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt. In den vielen Rechtsstreits habe die FIFA meistens gute Karten, denn die 15 Top-Sponsoren des Fußball-Weltverbandes müssen im Durchschnitt rund 40 Millionen Euro bezahlen und genießen dafür auch einen entsprechenden markenrechtlichen Schutz.

Die offiziellen Partner, darunter Marken wie zum Beispiel adidas, Coca-Cola und Philips haben die exklusiven und weltweiten Markenrechte erworben. Damit verbunden ist beispielsweise das Exklusivrecht, sich und ihre Waren und Dienstleistungen mit der FIFA WM 2006 in Verbindung zu bringen. Auch sind ihnen allein Gewinnspiele oder Werbekampagnen mit Eintrittskarten der FIFA WM 2006 vorbehalten. "Das bedauern gerade die Radiosender, die sich sonst häufig an solchen Aktionen beteiligen", sagte Börner.

Keine Regelungen, was erlaubt ist und was nicht

Natürlich wollen auch andere Unternehmen - die weder zu den offiziellen Partnern noch zu den nationalen Förderern gehören - von der wirtschaftlich hoch interessanten Weltmeisterschaft profitieren. Für sie ist nicht jede Möglichkeit der Werbung im Zusammenhang mit der WM ausgeschlossen. Nirgendwo ist jedoch richtig geregelt, was erlaubt ist und was nicht. Im Moment sind noch diverse Verfahren an den Gerichten anhängig, deren Ausgang häufig noch vollkommen offen sei, sagte Börner.

Neben drei Millionen Zuschauern in den Stadien wird während der WM mit 30 Milliarden TV-Zuschauern weltweit gerechnet. (APA)

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