Max Ophüls Preise stehen nun auch digitalen Filmen offen

29. November 2005, 12:40
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Erstes großes Filmfestival, das sich der digitalen Projektion öffnet

Saarbrücken - Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis (23. bis 29. Januar) öffnet im Jahr 2006 seinen Wettbewerb erstmals für digitale Produktionen. Bewerber müssten ihre Filme nicht mehr als teure 35-Millimeter-Kopien einreichen, sondern könnten sie auch auf DVD gespeichert abgeben, sagte Festivalchefin Birgit Johnson am Dienstag in Saarbrücken. Das Saarbrücker Festival sei damit das erste große Festival, das sich der digitalen Projektion öffnet.

Sie erwarte, dass die Zahl und Vielfalt der Einsendungen zunehme, sagte Johnson. Viele Filmschulen etwa kopierten nur ein oder zwei Filme auf 35-Millimeter-Material, weil die finanziellen Mittel immer knapper würden. Nun könnten unabhängige Filmproduktionen ohne finanzkräftigen Hintergrund stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Das Festival folge damit aber auch Ansätzen zu neuen Trends wie immer privateren Dokumentarfilmen, die kleine Digitalkameras ermöglichten. Die Scheu vor der Kamera werde geringer, weil keine großen Kameras oder extra Tonmänner benötigt würden.

Das Programm rund um das Filmfestival steht in diesem Jahr unter dem Motto "Think digital!". Geplant ist etwa eine Filmwerkstatt zur Digitalisierung im Dokumentarfilm, die Einblicke in die Arbeit von Filmschulen gewährt. Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion zu den Chancen und Risiken der digitalen Projektion im Bereich des Nachwuchsfilms. (APA/dpa)

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