Grüne: "Ruinöse Verkehrspolitik"

29. November 2005, 13:02
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SP-Moser fordert "superschnelle" Zugstrecken von Wien nach Berlin, Budapest, Prag und Bratislava

Wien - "Die Hilferufe von ÖBB-Direktorin Wilhelmine Goldmann zur bedrohlichen Finanzsituation im ÖBB-Personenverkehr sind ein sehr ernstes Alarmsignal. Die Verantwortung nun noch schnell an die Länder abzuschieben, wie es die Regierung mit der sogenannten Nahverkehrsreform beabsichtigt, löst kein Problem, sondern geht auf Kosten der Fahrgäste", kritisieren die Grünen die Finanzprobleme im Nahverkehr. Die Rede ist von einer "ruinösen Verkehrspolitik" durch die Bundesregierung.

Sie verweisen darauf, dass sie "seit Jahren eine Kehrtwende in der Verkehrspolitik fordern". "Bahn und Bus als Schwerpunkt anstelle der Beton- und Lenkradperspektive" und keine "Kindesweglegungs-Reform" beim Nahverkehr", so die Grüne Verkehrssprecherin Gabriela Moser am Dienstag in einer Aussendung. Sie sprach davon, dass nach der ÖBB-Reform "nun Feuer am Dach ist".

SP-Moser für "superschnelle Zugstrecken"

SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser forderte am Montagabend vor Managern des Wiener Wirtschaftsclubs den Bau von "superschnellen" Zugstrecken von Wien nach Berlin, Budapest, Prag und Bratislava. Moser: "Um nach Berlin zu gelangen, sitzt man heute mehr als neun Stunden im Zug. Um nach Prag zu kommen fast viereinhalb." Darüber hinaus spricht sich Moser für eine Infrastrukturoffensive aus, "um die Arbeitslosigkeit zu senken und die Produktivität der österreichischen Wirtschaft zu steigern". Die österreichische Wirtschaft könnte dadurch jährlich um 16,5 Mrd. Euro mehr produzieren - vorausgesetzt die Infrastruktur wäre optimal. (APA)

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