Mutter mit Kind in Graz in Mur gestürzt

22. November 2005, 18:59
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Kleinkind stark unterkühlt geborgen - Frau konnte wieder belebt werden

Graz - Eine Frau ist am Dienstagnachmittag mit einem Kleinkind aus noch unbekannter Ursache in die Mur gestürzt. Eine aufmerksame Passantin hatte das Unglück beobachtet, war selbst ins eiskalte Wasser des Flusses gestiegen, hatte das Baby an Land gebracht und dann die Einsatzkräfte alarmiert. Die ältere Frau wurde mehrere hundert Meter flussabwärts abgetrieben und dort im leblosen Zustand aus der Mur geholt. Die Identität der beiden Unglücksopfer ist noch nicht bekannt. Laut Polizei ist der Zustand der Frau "nicht gut".

Kind unterkühlt geborgen

Gegen 12.20 Uhr am Dienstag ging eine Passantin am Lendkai im Bereich des Radweges in Richtung Norden. Dabei sah sie eine ältere Frau mit einem Kinderwagen. Nach einiger Zeit drehte die 46-jährige Passantin um und ging den gleichen Weg wieder zurück. Am Lendkai in Höhe der Feuerwehrrampe sah sie dann ein Kind und den Kinderwagen in der Mur treiben. Sofort stieg sie in den Fluss, barg das Kind und alarmierte sie die Einsatzorganisationen. Das Baby wurde von einer Besatzung eines Feuerwehr-Kommandowagens erstversorgt und in warme Kleidung gehüllt. Nach etwa einer Viertelstunde konnte die Feuerwehr die ältere Frau, die vermutlich den Kinderwagen geschoben hatte, auf Höhe der Radetzkybrücke aus dem Wasser bergen.

Selbstmordversuch nicht ausgeschlossen

Die Frau, die rund 60 Jahre alt sein dürfte, musste in der Folge reanimiert werden und wurde ebenso wie das Kind unverzüglich ins Krankenhaus gebracht. Die Identität der beiden war am Nachmittag noch unbekannt. Während das etwa zwei Jahre alte Kleinkind "nur" eine Unterkühlung erlitten haben dürfte, wurde der Zustand der Frau von der Polizei als "nicht gut" bezeichnet. Die Ursache des Sturzes ins Wasser konnte noch nicht geklärt werden, ein Selbstmordversuch wurde nicht ausgeschlossen.

Laut Einsatzleiter Dieter Pilat stand die Grazer Berufsfeuerwehr stand mit 25 Mann, sechs Fahrzeugen, fünf Tauchern und zwei Booten im Einsatz. Zur Unterstützung der Suche wurde auch ein Hubschrauber des Innenministeriums eingesetzt. (APA)

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