Keine Umweltverträglichkeitsprüfung beim Fußball-EM-Stadion

29. November 2005, 12:47
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Der Naturschutzbeirat des Landes Kärnten schloss sich der Meinung des Magistrates der Landeshauptstadt an - Freitag letztes Spiel vor dem Abriss der alten Anlage

Klagenfurt - Das "große Tauziehen" um das Fußball-EM-Stadion in Klagenfurt ist jetzt endgültig vorbei. Der Naturschutzbeirat des Landes Kärnten schloss sich Montagabend der Meinung des Magistrates der Landeshauptstadt an, auf die von den Stadiongegnern verlangte Umweltverträglichkeitsprüfung zu verzichten. Damit kann jetzt ohne weitere Hindernisse der Baubescheid ergehen.

Der Magistrat hatte ein Feststellungsverfahren durchgeführt, das sich mit der Frage befasste, ob die Spielstätte für die EM 2008 einer UVP zu unterziehen sei oder nicht. In einem 36-seitigen Bescheid wurde das verneint. Der Naturschutzbeirat hätte dies bis 7. Dezember beeinspruchen können, was die rechtzeitige Fertigstellung des Stadions erheblich in Frage gestellt hätte. Der Naturschutzbeirat entschied jetzt aber einstimmig, auf eine Prüfung der Umweltverträglichkeit zu verzichten.

Ein Match wird der Red Zac-Ligist FC Kärnten noch im alten Wörthersee-Stadion absolvieren, und zwar am Freitag gegen Tabellenführer Austria Amateure. Danach rollen die Bagger an, um das Stadion abzureißen. Die neue Anlage mit vorerst 32.000 Sitzplätzen soll dann ein Jahr vor der EM fertig gestellt sein. (APA)

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