Semantics 2005: "Internet - quo vadis?"

25. November 2005, 10:32
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Internationale Konferenz über die Zukunft des Internets in Wien - Zahlreiche Vorträge und interessante Themen

In Wien findet vom 23. bis 25.11. die Semantics 2005 statt. Im TechGate Wien treffen hochrangige europäische Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft (unter anderem Google, W3C, SAP, Telenor, British Telecom) zusammen und diskutieren über den Stand von Forschung und Entwicklung sowie über Erfahrungswerte aus dem Einsatz semantischer Systeme.

Semantische Systeme

In einer zunehmend wissensorientierten Gesellschaft bilden semantische Systeme eine wichtige Grundlage für Innovation, technischen Fortschritt und wirtschaftliche Dynamik. Semantische Systeme sind in der Lage, Sinn und Bedeutung von Daten zu extrahieren und in Form von semantischen Services eigenständig zu verarbeiten. Die Resultate sind ein geringerer Zeitaufwand der Datenmanipulation bei gleichzeitig höherer Informationsqualität. Für den Endnutzer bedeutet es, dass Suchabfragen im Web wesentlich bessere und gezieltere Ergebnisse bringen. Die System-und Service-Integration innerhalb der Unternehmen und über deren Grenzen hinaus sowie die automatisierte Abfrage von Portalen sind zwei Bereiche, in denen semantische Systeme in Betrieben bereits zum Einsatz kommen.

Programm

Am Vormittag des 23.11.2005 lädt die Semantics 2005 zur offiziellen Institutionalisierung des OCG-Forums „Semantic Systems“ mit den Arbeitskreisen „Semantic Web“ und „Semantic Interoperability“ ein. Am Nachmittag bietet sich die Gelegenheit mit führenden internationalen Experten der Semantic Systems Entwicklung die Relevanz semantischer Technologien für den Industriestandort Europa zu diskutieren. Unter den Keynote Sprechern sind unter anderem Prof. Lutz Heuser, SAP Vice President Research und Chief Development Architect bei SAP AG (zuständig für alle SAP Forschungszentren weltweit), Prof. Dieter Fensel, Scientific Director des Digital Enterprise Research Instiutes (DERI), Prof. Guus Schreiber (Freie Universität Amsterdam) und Prof. Andreas Rauber (TU Wien). In einer anschließenden Podiumsdiskussion werden die Potentiale semantischer Technologien auf Industrieanwendungen und Geschäftsmodelle erörtert.

Industry Workshops

Am 24.11.2005 werden in zwei Paralleltracks konkrete Semantic Systems Anwendungen vorgestellt. Track A präsentiert den Status Quo von Semantic Web Services für Telekommunikation, Internet Provider, Finanzdienstleister und eGovernment unter besonderer Berücksichtigung der Ontologie- und Anwendungsmodellierung. Internationale Sprecher von namhaften Firmen wie Cisco, British Telecom und Telenor präsentieren Potential und Anwendungsmöglichkeiten von Semantic Web Services und der dynamischen Komposition von Services. Im Track B lädt das österreichische Kompetenzzentrum für Neue Medien, Salzburg NewMediaLab, zum „2. Österreichischen Symposium Digital Content Engineering“, das sich mit dem Thema „Semantic Content Engineering“ beschäftigt, ein. Es werden Konzepte und Lösungen vorstellt, wie die digitalen Inhalte der Zukunft mit „Bedeutung“ angereichert werden und welchen Nutzen die Anwender davon haben. Im Mittelpunkt stehen neue Methoden der dynamischen Content Modellierung für inhalts- und wissensintensive Prozesse.

Intelligentes Internet und die Zukunft des digitalen Erbes

Am 25.11.2005 liegt die Aufmerksamkeit auf den Auswirkungen semantischer Systeme für das Internet und die Verwaltung des digitalen Kulturerbes. Am Vormittag debattiert Klaus Birkenbihl vom World Wide Web Konsortium mit Vertretern aus Forschung und Industrie die Entwicklungsperspektiven eines semantischen World Wide Web und diskutiert den Handlungsbedarf und die Gestaltungsspielräume zwischen Wirtschaft und Politik. Am Nachmittag präsentiert Jens Redmer von Google die laufenden Digitalisierungsprojekte „Google Library“ und „Google Print“ und diskutiert mit Mathias Ulmer (Börsenverein des Deutschen Buchhandels), Max Kaiser (Österreichische Nationalbibliothek), Michael Nentwich (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Rüdiger Wischenbart (Wischenbart Consulting) über den Zugang zu Wissen und den Vorwurf der Google-Kolonialisierung des digitalen Erbes.(red)

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