Kosten für UEFA-Cup und Sportwetten belasten EM.TV

28. November 2005, 11:06
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Münchner Medienunternehmen rutscht tiefer in roten Zahlen

Vorlaufkosten für den geplanten Einstieg in das Geschäft mit Sportwetten sowie für die Übertragung von Uefa-Pokal-Spielen haben das Münchener Medienunternehmen EM.TV tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte die Muttergesellschaft des Sportsenders DSF jedoch.

Verlust stieg auf 8,5 Millionen Euro

Trotz eines um 2,4 Prozent gestiegenen Umsatzes auf 46,1 Millionen Euro belief sich der Verlust vor Steuern im dritten Quartal auf 8,5 Millionen Euro, wie EM.TV am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr war lediglich ein Minus von 0,5 Millionen Euro angefallen. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 4,6 Millionen Euro nach 2,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Neben dem UEFA-Pokal und den Sportwetten belastete EM.TV eine Wertberichtigung von 2,4 Millionen Euro auf eine Forderung gegenüber einem Dienstleistungspartner.

EM.TV-Chef weiter zuversichtlich

Dennoch sei EM.TV-Chef Werner Klatten weiterhin zuversichtlich, im Gesamtjahr 2005 den Umsatz im einstelligen Prozentbereich zu steigern. Vorbehaltlich des Einstiegs in das Geschäft mit Sportwetten soll das Vorsteuerergebnis leicht positiv ausfallen. Nach neun Monaten lag der Verlust vor Steuern bei 6,4 Mio. Euro nach 2,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz erreichte 146,5 Mio. Euro und war damit um 3,4 Prozent rückläufig. "Die Entwicklung der ersten neun Monate und auch des plangemäß schwachen dritten Quartals entspricht im Großen und Ganzen unseren Erwartungen", sagte Klatten. (APA/Reuters)

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