160 Türen und Fenster in Mur-Auen entsorgt

23. November 2005, 21:50
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Täter wollte sich Kosten sparen - Foto in Zeitung führte zu Umweltsünder

Geklärt werden konnte von der Polizei eine illegale Entsorgung größeren Stils bei Wildon (Bezirk Leibnitz): Ein Beschäftigter einer Fensterfirma hatte 800 Euro für die Abfuhr von 160 Fenstern und Türen kassiert, diese aber nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern einfach in den Mur-Auen deponiert. Gemeinsam mit einer Zeitung, die ein Bild von der wilden Deponie brachte, gelang es nun der Exekutive, den Täter auszuforschen.

"Eigentlich war er ja blöd - hätte er sie second hand angeboten, hätte er noch zusätzlich etwas verdienen können", kommentierte einer der befassten Polizeibeamten am Dienstag. Nach Veröffentlichung des Falls hatten sich mehrere Interessenten bei der Polizeiinspektion Wildon gemeldet, ob nicht noch gebrauchte Fenster oder Türen zu haben wären: "Wir hätten fast einen Gebrauchtfensterladen aufmachen könnten".

Wie die Ermittlungen ergeben haben, hat ein in Graz wohnhafter Mann, der bei einer Fensterfirma beschäftigt ist, bei einer Wohnhaussanierung in Leibnitz den Entsorgungsauftrag übernommen. Als der überraschte 43-Jährige von der Polizei mit dem Verdacht konfrontiert wurde, zeigte er sich geständig und gab an, er habe sich die Entsorgungskosten ersparen wollen. Er wurde angezeigt. (APA)

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