Doppelmord vor Gericht: Grazerin tötete beide Söhne

23. November 2005, 22:12
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Gutachter bescheinigte Unzurechnungsfähigkeit

Ende Juli war es in Graz zu einer schrecklichen Bluttat gekommen: Eine 45-jährige Grazerin hatte ihre beiden Söhne mit einer Hacke erschlagen. Anschließend war die Frau nach Wien gefahren, wo sie verhaftet wurde.

Die Tat geschah am 28. Juli in einem Einfamilienhaus in Graz. Die 45-Jährige hatte am späten Vormittag beide Buben im Alter von 15 und 18 Jahren in ihren Betten erschlagen. Anschließend flüchtete sie mit dem Zug, wurde aber noch am selben Abend in Wien verhaftet. Die Mordwaffe konnte in einem Geräteschuppen neben dem Wohnhaus in Graz-St. Peter sicher gestellt werden.

Der Doppelmord war von der Großmutter, die gerade von einem Arztbesuch in das gemeinsam bewohnte Haus zurückkehrte, entdeckt worden. Der Vater der Opfer und Ehemann der mutmaßlichen Täterin war nach dem Frühstück zur Arbeit gegangen. Er erfuhr von der Bluttat durch die Polizei.

Am Dienstag stand die Frau in Graz vor einem Geschworenengericht. Der psychiatrische Gutachter hatte sie als nicht zurechnungsfähig bezeichnet. Die Verhandlung wurde am Vormittag von Richterin Karin Kohlroser vertagt. Die Gerichtsmedizinerin war erkrankt. Staatsanwalt Johannes Winklhofer war gegen eine Verlesung des Gutachtens und bestand auf einer mündlichen Erörterung, also wurde der Prozess vertagt. Ein neuer Termin stand noch nicht fest. (APA)

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