Mayr-Melnhof nach drei Quartalen mit schwächerem Ergebnis

29. November 2005, 12:44
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Periodenüberschuss blieb mit 73,3 Millionen Euro auch unter den Erwartungen der Analysten - Konzern rechnet mit unveränderter Nachfrage

Wien - Der börsenotierte Kartonhersteller Mayr-Melnhof weist für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres 2005 trotz leichtem Umsatzanstieg einen Rückgang bei den Ergebnissen aus. Der Periodenüberschuss fiel im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 73,3 Mio. Euro um 10 Prozent geringer aus. Damit konnten auch die Erwartungen der heimischen Analysten nicht erreicht werden. Diese hatten im Vorfeld mit 75,3 Mio. Euro gerechnet.

Wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte, konnte der konsolidierte Umsatz der Gruppe um 1,6 Prozent auf 1,07 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 9,5 Prozent auf 118,1 Mio. Euro zurück, das Vorsteuerergebnis verminderte sich um 6,5 Prozent auf 117,8 Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,08 Mrd. Euro, ein EBIT von 110,9 Mio. Euro und einen Vorsteuergewinn von 113,5 Mio. Euro erwartet.

Hohes Maß an Stabilität

Die Ergebnisentwicklung des Mayr-Melnhof-Konzerns sei in den ersten drei Quartalen durch ein hohes Maß an Stabilität gekennzeichnet gewesen, so das Unternehmen. Dies sei trotz anhaltend schwacher Konsumnachfrage in den westeuropäischen Hauptmärkten und der damit deutlichen Verschärfung des Wettbewerbs sowie signifikanter Preisanstiege bei Energie und den rohölpreisabhängigen Inputfaktoren gelungen. Neue Rekordergebnisse in der Kartonverarbeitung seien einem deutlich rückläufigen Ergebnisbeitrag aus der Kartonproduktion gegenüber gestanden.

Analog zu den aktuellen Konsumprognosen müsse auch für die kommenden Monate mit weitgehend unveränderter Karton- und Faltschachtelnachfrage gerechnet werden, heißt es im Ausblick. Wachstum sei daher wie bisher einzig aus verstärkter Marktdurchdringung sowie Akquisitionen zu erwarten. (APA)

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