Warnung vor gefälschten E-Mails

8. Februar 2006, 15:20
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Computerwurm "Sober.Y" geht um - Tarnt sich als "Raubkopien"- oder "Wer wird Millionär"-Mail

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat vor gefälschten, virenverseuchten E-Mails gewarnt. Vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz kursierten zur Zeit massenhaft E-Mails, in denen das BKA als Absender genannt werde, teilte die Behörde in der Nacht auf Dienstag in Wiesbaden mit. Unter dem Betreff "Sie besitzen Raubkopien" werde dem Empfänger mitgeteilt, dass die Daten des Rechners als Beweismittel sichergestellt worden seien und gegen den Empfänger ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werde.

Anhang nicht öffnen

Das BKA warnte "dringend" davor, den Dateianhang der Mail zu öffnen. Es handle sich um eine Variante des Computerwurms Sober, der sich beim Öffnen des Anhangs automatisch an die im Adressbuch des Rechners aufgelisteten Kontakte weiterversende. Das BKA riet den Betroffenen, die E-Mails zu löschen und einen Virenscanner über den Rechner laufen zu lassen.

Sober.Y

Mittlerweile warnen auch zahlreiche Anti-Virenfirmen vor Sober.Y: Mit 60.000 registrierten infizierten Mails allein in den ersten zwei Stunden handle es sich dabei um den zweifelsohne stärksten Ausbruch des Jahres, so der österreichische Anti-Virenspezialist Ikarus auf seiner Webpage. Neben der "Raubkopien"-Version kursieren mittlerweile auch eine Reihe von Variationen, die über andere Betreffe versuchen, die UserInnen zum öffnen des Attachments zu bewegen, darunter auch welche die eine Teilnahme bei der RTL-Show "Wer wird Millionär" versprechen. Eine Liste von bisher bekannten Betreffzeilen findet sich bei Ikarus. (APA/red)

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